
wagen eigenen Verlag © edition steinrich
Eine Verlagsneugründung ist immer ein mutiger Schritt, das wissen Ursula Richard (Foto), langjährige Programmleiterin beim Theseus Verlag und Fritz Steinschulte (Foto) vom Berliner Dharma Buchladen. Dennoch wagen sie den Schritt. Am 24. April präsentierte der neugegründete Verlag edition steinrich in Berlin sein erstes Programm.
Das Programm soll sich um buddhistische Themen drehen und „Brücken zwischen westlichen und östlichen Weisheits- und Interpretationswegen“ bauen und „zeigen, wie buddhistische Lehren westliche Lebensentwürfe inspirieren können.“ Richard und Steinschulte möchten vergriffenen Klassiker der buddhistischen Literatur wieder zugänglich machen und zugleich Neues entdecken.
„Es ist mein Traum zu zeigen, dass die östlichen Traditionen, und hier liegt mir der Buddhismus am nächsten, uns Menschen heute etwas zu sagen haben, was unser Leben zu bereichern und zu verändern vermag. Und das nicht nur auf einer recht oberflächlichen Ebene des Sich-besser-Fühlens, was manchmal etwas abschätzig als Wohlfühl-Buddhismus bezeichnet wird, sondern in einer viel tieferen Dimension“, erläutert Richard.
Mit fünf Titeln startet das Programm, darunter Bernard Glassmans Anweisungen für den Koch mit einer Einführung des Liedermachers Konstantin Wecker.
Obwohl bereits Konkurrenz auf dem Markt ist, sieht Richard Potenzial in diesem Segment: „Spiritualität ist ein großes Thema, die institutionalisierten Religionen haben an Zugkraft verloren, aber die Fragen bleiben. Und da versuchen wir, wie andere Verlage in diesem Segment auch, mit unseren Büchern glaubwürdige Antworten zu geben. Natürlich sind wir nicht die einzigen, aber wie es im Buddhismus heißt, es gibt 86.000 Tore zur Wahrheit … da ist es doch gut, dass es eine solche Vielfalt gibt.“