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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Sockenklau bei Mankell

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

Olga Martynova schreibt über den Dialog unter den Eheleuten Tolstoj anlässlich des Buches Lied ohne Worte von Sofia Tolstoja (Manesse). „Tolstoj kommt zu dem Schluss, die Ehe sei schädlich – seine Frau stellt das vor Probleme.“

Die letzte Seite ist Henning Mankell gewidmet, dessen Lesung in Berlin zur politischen Aktion gerät. Er zählt zahlreiche Möglichkeiten auf, die die Israels gehabt hätten, dem Protest friedlich zu begegnen, anstatt Menschen zu töten. Er beschuldigt die soldaten des Diebstahls. Sie hätten ihm sogar die Socken gestohlen, so dass er die Heimreise barfuß antreten musste. Kamera, Handy, Computer, Kreditkarten und Naßrasierer sind auch weg. Er denkt nun darüber nach, in Israel keine Bücher veröffentlichen zu lassen – will aber nicht die falschen treffen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Nach dem Protest von David Grossmann gegen Israels Gaaza-Politik, heute Amos Oz in der FAZ: „Solange Israel Gewalt mit Stärke verwechselt, wird der Konflikt andauern. Die Hamas ist so nicht zu besiegen“. Zuletzt erschien von ihm Geschichten aus Tel-Ilan (Suhrkamp).

Werner Spies erhält den diesjährigen Carlo-Schmid-Preis für sein Lebenswerk.

„Westgummi hält länger“: Die albanische Schriftstellerin Ornela Vorpsi erzählt in ihrem Roman Die Hand, die man nicht beißt (Zsolnay) vom guten Leben, das immer da ist, wo man sich gerade selbst nicht aufhält.

„Von der Wirklichkeit guter weltbürgerlicher Absichten“: Als pointiert, kenntnisreich und nüchtern wird Mark Mazowers No Enchanted Palace bei Prinston University Press empfohlen.

„Die Kunst ist unsere kraftvollste Ideologie“: Carolin Meister und Dorothea von Hantelmann lassen in Die Ausstellung (Diaphanes) nach dem Geheimnis der Museen suchen.

Morgen auf den Literaturseiten in der FAZ:
> Dennis Hopper als Fotograf
> Benjamins Steins virtuose Wandlungen
> John Irving heizt den Pizzaofen an.

Die Welt

Elmar Krekeler hat einen Spaziergang mit der Berliner Schriftstellerin Katharina Hacker durch die „wunderbare Welt ihrer Romane“ gemacht.

Wissen Sie, wer die Mangas eigentlich erfunden hat? Er ist bereits seit zwei Jahrzehnten tot. Es war Osamu Tezuka. Er wird jetzt wiederentdeckt. Von ihm ist unter dem Titel
> Kirihito bei Carlsen ein dreibändiges Werk erschienen und unter
> Barbara zwei Bände bei Schreiber & Leser
Übrigens gibt es bei Carslen Grafic Novels von ihm, die in ihrer Ruhe nichts mit der aufregenden Kinderwelt zu tun haben…

Morgen in der literarischen Welt:
> Wolfgang Clement erklärt wie sich das Land verändern muss
> Harry Graf Kessler erzählt vom Tanz auf dem Vulkan
> Sven Lager weiß, wie der Fußball Südafrika verändert hat

Süddeutsche Zeitung

Hier kritisiert Moshe Zimmermann, Israel igele sich argumentativ gegen alle Kritik ein. Von ihm erschien gerade bei Aufbau Die Angst vor dem Frieden.

Die Magazin-Redaktion hat in den 20.000 Ordnern des Suhrkamp-Archivs geschmökert und lichtet wahre Fundstücke ab.

Auch hier über Henning Mankells Berliner Lesung

Gemeldet wird, dass Alissa Walser und László Krasznahorkai mit der Spycher: Literaturpreis Leuk 2010 geehrt werden.

„Schwerkraftbewältigung“: Wolfgang von Wangenheim verführt in Ponderation . Über das Verhältnis von Skulptur und Schwerkraft bei Matthes & Seitz zur Plastik.

Endlich sei die Prosa der Gulag-Überlebenden Angela Rohr publiziert freut sich Jens Bisky unter der Überschrift „Großer ernst, leichter Ton“. Der Titel bei basisdruck: Der Vogel. Gesammelte Erzählungen und Reportagen

„Die Grablegung in Carinhall“: Ist Dieter Kühns Ich war Hitlers Schutzengel bei S. Fischer ein Beitrag zur Was-wäre-wenn-Geschichtsschreibung?, fragt Willi Winkler.

In seinem Buch Bambi Goreng hat SZ-Autor Titus Arnu Sprachpannen gesammelt (Landenscheidt).

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Buchcover Award in Berlin verliehen

Am 5. Februar 2026 wurde auf dem Buchbranchenkongress future!publish in Berlin der Buchcover Award 2025 vergeben. Wie schon bei der Premiere 2024 waren etwa 200 Cover im Rennen. Achtzehn Titel hatten es in die engere Auswahl der Shortlist geschafft.

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