
Gruppenbild mit vielen Damen
DerHeel Verlag wird heute 30 Jahre alt.
Seit nunmehr 30 Jahren ist das charakteristische große „H“ auf den Buchumschlägen das Markenzeichen für die Bücher aus dem Heel Verlag. Das Programmspektrum reicht von Automobilliteratur über Bücher zu den Themen Motorsport, Motorrad, Luftfahrt, Eisenbahn und Maritimes bis hin zu Musikbiographien und Wandkalendern; Trendthemen, Ratgeber und Bücher zu TV-Serien oder Kinofilmen von Star Trek über Herr der Ringe bis Twilight finden ebenso ihren Platz im Heel-Programm wie Bildbände über Uhren und Golf. Seit einiger Zeit sind auch die Sparten „Kinderbuch“ und „Cuisine“ mit einigen erfolgreichen Titeln mit dabei. Darüber hinaus erscheinen im Heel Verlag vier Zeitschriften.
Die Marktlücke als Geschäftsidee nennt Franz-Christoph Heel heute sein Konzept. Damals, vor 26 Jahren, musste er bei Null anfangen. Mit dem Konzert-Almanach, einem Veranstaltungskalender für klassische Konzerte, gab er 1980 sein Debüt in der Verlagsbranche. Eine zündende Idee, die der damals 21jährige Jura- und Politologiestudent konsequent verwirklichte: Statt Urlaub waren in den Semesterferien die Eingabe von Konzertdaten von Aachen bis Zorneding, Lithos kleben und Umbruch angesagt. Franz-Christoph Heel musste von der Pike auf alles lernen, was zum Büchermachen und Bücherverkaufen gehört. Er hat dem Buchbinder auf die Finger gesehen, den Kontakt zum Barsortiment geknüpft und Buch für Buch sein Programm vorangetrieben.
Die ersten größeren Auflagen wurden mit Autobüchern gedruckt. Damals war das Thema „Auto“ noch nicht so populär und wurde in den meisten Buchhandlungen mit ein paar Reparaturanleitungen links liegen gelassen. Dabei hätte man doch voraussehen können, dass den Deutschen ihre schönste Nebensache auch einen prächtigen Bildband wert sein würde. Der Jungverleger Franz Christoph Heel machte seine Leidenschaft, das Restaurieren von Oldtimern, einfach zum Beruf und verlegte fortan hochwertige Bücher zum Thema (klassische) Automobile. Heute ist Heel Deutschlands zweitgrößter Automobilbuchverlag mit Standardwerken wie dem Oldtimer Katalog, der Reihe „Das Original“ und aufwändigen Typenhistorien von Alfa Romeo über Mercedes-Benz bis VW.
Mit Flexibilität und Originalität schoss der Heel Verlag dann auf die Überholspur: Der Programmbereich Technik wurde mit Büchern zu den Themen Motorsport, Flugzeug, Eisenbahn und Schifffahrt systematisch erweitert. Im Nicht-Technik-Bereich kam der Verlag immer mal wieder mit besonderen Themen wie Manta-Witze, Fax Cartoons, Roy Black oder aktuell einer Michael Jackson-Biographie auf die Bestsellerlisten. TV- und Kino-Themen wie Bollywood oder die Serie „Twilight“ bleiben bei Heel nicht unbeachtet.
Auch andere sogenannte „Männerthemen“ wie Uhren und Golf wurden konsequent weitergeführt. Und auch Männer kaufen Kochbücher – der Titel Grillen wie die Weltmeister entwickelt sich gerade zum neuen Bestseller.
Neben den traditionellen Schwerpunkt-Bereichen bleibt der Heel Verlag immer auch für Trendthemen offen: ob „Body-Painting“ oder „Zen-Garten“, ob „Barbie“ oder „Lady Gaga“ – alle neuen Themen und Trends werden diskutiert und viele dann auch umgesetzt. Neben den Büchern hat sich aber auch das Segment „Kalender“ einen wichtigen Platz im Heel-Programm erobert. Hier geht die Bandbreite von Autos bis Küchenkräutern. Und auch hier ist der Heel Verlag immer wieder für neue Ideen gut: Der Hunde-Adventskalender 2010 war der Renner.
Die Zeitschriftenabteilung hat sich zu einem wichtigen Bestandteil des Verlages entwickelt. Neben der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Ferrari World veröffentlicht Heel im zweimonatlichen Turnus die Uhren-Fachzeitschrift Armbanduhren und die Science-Fiction-Publikation Space View. Ab 2007 neu hinzugekommen ist der Auto-Titel Porsche Fahrer. Als Jahrwerke gehören der Armbanduhren-Katalog mit über 40.000 verkauften Exemplaren sowie der Oldtimer-Katalog und der Motorrad-Oldtimer-Katalog zum festen Programmbestandteil des Verlags.
Mit ca. 80 Novitäten im Jahr und über 6 Millionen Umsatz hat sich der Heel Verlag als mittelständischer Verlag etabliert. Seit 1993 ist der VF Verlag als Teilhaber mit dabei, bekannt v.a. durch die Zeitschrift Oldtimer Markt. Mit VF zusammen wurde die sehr erfolgreiche Reihe „Edition Markt“ herausgebracht, die sich mit dem Lieblingsthema beider Verlage – den Oldtimern – beschäftigt.
Seit 1985 hat der Heel Verlag auch als Ausbildungsbetrieb Erfolg. Bereits zweimal konnte das Unternehmen mit der jahrgangsbesten Auszubildenden in Nordrhein-Westfalen aufwarten. Seit August 2009 hat wieder ein neuer Lehrling die Ausbildung begonnen. Quotenregelung ist im Hause Heel übrigens kein Thema – hier sind die Frauen in der Mehrzahl – und das, obwohl Frauen angeblich nichts von Technik verstehen.
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