
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
„Der Marsch einer Institution durch die Zeit“: Die Seite Zwei im Feuilleton füllt der Bericht über eine Ausstellung in der deutschen Nationalbibliothek Frankfurt über vierzig Jahre Stroemfeld Verlag. (Siehe gestern auch bei uns [mehr…]. Immerhin sogar der amerikanische Generalkonsul wolle kommen, berichtet Arno Widmann und erinnert an die besondere Liebesbeziehung zwischen Verleger KD Wolff und den USA. Und auch die FR muss nachträglich den Hut ziehen, hatte sie in einer ersten Rezension Stroemfeld-Autor Klaus Heinrich als nicht relevant für eine Tageszeitung bezeichnet. Zur Eröffnung sagte KD Wolff, der Verleger inszeniert fremde Texte, in glücklichen Fällen denkt er in fremden Texten und er scheitert, wenn er auf die Idee kommt, statt in den Texten der anderen, selbst zu denken.
In der „Kleinen Argentinischen Bibliothek“ findet sich unter der Überschrift „Der Club der Mitternachtsritter Roberto Arlt: Das böse Spielzeug], Suhrkamp.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
In den USA ist Jonathan Safran Foers Sachbuch {Eating Animals bereits ein Bestseller; die deutsche Ausgabe Tiere essen kommt am 19.8. (K&W). Nach der WAMS am letzten Wochenende hat gestern auch die ZEIT und heute die FAZ das Thema aufgegriffen. Also, sieht auch hier bald nach Bestseller aus.
Die FAZ berichtet über über KD Wolff online
Bei den großen Verlagen Presses de la Cité und Calmann-Lévy ist ein Tauziehen um Autorenrechte ausgebrochen. In Frankreich blüht der Heimatroman, ihre Autoren sind derart erfolgreich, dass sie jetzt einen Krach auslösen konnten, der Dimensionen erreicht hat als würden 30 Bertelsmann-Autoren zu Holtzbrinck abwandern oder umgekehrt.
„Die gehaltvolle Nudelsuppe, der beheizte Tisch“: In ihrem Buch Zehn (Piper) über Japan lässt Franka Potente nichts unerklärt und nimmt dem Land seinen Zauber, findet Tobias Rüther.
„Der Preis der Freiheit“: Das neue Buch Geheimnisse von Joyce Carol Oates (S.Fischer) kommt etwas routiniert daher, meint Lena Bopp.
„Mit Strichen zum Erfolg“: In Mein sehr lieber Herr Schönengel bei Bilger parodiert Marie Jeanne Urech die Arbeitswelt.
Annotiert wird unter:
> „Im selben Bus“: Edgar Rai: Nächsten Sommer, Aufbau
> „Momentaufnahme“: Giusto Traina: 428 AD Prinston University press]
> „Idealkorrektur“: Steffen Albrecht: Reflexionsspiele, Transscript
> „Histotainmaent“: Wolfgang hardtwig, Verlust der Geschichte – oder wie unterhaltsam ist die Vergangenheit?, Vergangenheitsverlag
Süddeutsche Zeitung
„Die Textguerilla“: In der Süddeutschen ist die Ausstellung über Stroemfeld alias Ex-Roter Stern der Aufmacher im Feuilleton. Und „Chappeau, Genossen“, so Volker Breidecker, die Bücher des Verlages können sich auch aus handwerklicher Sicht heute noch sehen lassen.
Und noch eine Ausstellung: In Hamburg erinnert die Hamburger Staatsbibliothek an den „Wortführer der Weimarer Republik und großen Intellektuellen Kurt Hiller mit einer Präsentation seines Nachlasses.
Claudio Magris und Hubert von Goisern trafen sich in Salzburg und unterhielten sich über die Donau.
„Vom Elend der Menschen“: Das neue Buch von Ferdinand von Schierach mit dem Titel Schuld Piper suche aber nicht nach derselben.
„Beistand für Einzelne“: Als Wiederentdeckung gelten Uwe Johnsons Interviews mit Fluchthelfern Ich wollte keine Frage ausgelassen haben, (Suhrkamp)
Und Anja Tipper entdeckt den Prager Surrealismus wieder in Die permanente Avantgarde? bei Böhlau.
„Alles noch da, nur ohne Leben“: Ahron Appelfeld beschwört in seinem Roman Katerina (Rowohlt) den Holocaust als inkohärenten Erinnerungsstrom einer alten Frau.
Die Welt
Die Bayerische Staatsbibliothek bietet ihre 52 wertvollsten Handschriften als digitale Applikationen für das iPhone und das iPad an.
Financial Times Deutschland
Die „Netzneutralität spaltet die Branche“. Wie bereits gestern in der FTD berichtet, will Google eine Vorzugsbehandlung vor allem für YouTube und beanspriucht für sich mehr Leitungskapazität. Damit ruft die Suchmaschine jetzt Amazon, Ebay und Facdebook auf den Plan. „Zwei Klassen Netzwerke mit einer Mautstelle würden Innovationen von unten im Keim ersticken“, so Ebay. Die Netzbetreiber wie die Deutsche Telekom wollen die Kosten für die den Ausbau der Infrastruktur aber nicht mehr alleine tragen. Sie sehen Firmen wie Google in der Pflicht, sich zu beteiligen, zum Beispiel gerade Google für den Ausbau von Youtube gute Netze braucht. Google will aber nicht ans Ersparte. Am Ende könnte wieder der Verbraucher zur Kasse gebeten werden.