
Hier finden Sie die Bücher, die morgen in der ZEIT, im Rheinischen Merkur und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.
Die Zeit
Arezu Weitholz Mein lieber Fisch (Weissbooks)
Die Zeit rät ab
Vittorio Magnago Lampugnani Die Stadt im 20. Jahrhundert. Visionen, Entwürfe, Gebautes (Wagenbach)
Wackelt das Modell »berufstätige Mutter«? Frankreich streitet über diese These von Elisabeth Badinter. Was die Philosophin befürchtet, sind Zustände wie in Deutschland, wo jetzt ihr Buch Der Konflikt (C.H. Beck]) erscheint.
Peter Sloterdijk Scheintod im Denken. Von Philosophie und Wissenschaft als Übung (Suhrkamp)
Friederike Mayröckers neues Altersbuch ich bin in der Anstalt (Suhrkamp) protokolliert Lebensabschied, Hinfälligkeit und Wehmut und erzählt noch einmal vom unbeschreiblichen Glück des Schreibens.
War Stefan George nicht in erster Linie Dichter? Ernst Osterkamp deutet sein lyrisches Spätwerk in Poesie der leeren Mitte. Stefan Georges Neues Reich (Hanser). Dazu:
Frauen um Stefan George (Hrsg. von Ute Oelmann und Ulrich Raulff; Wallstein).
Roberto Bolaño hat einen kleinen, teuflischen Roman über den Himmel geschrieben: Lumpenroman (]Hanser]).
In Susanne Röckels Erzählungen verliert sich der westliche Forschergeist im Zauber namenloser Orte: Vergessene Museen (Eichborn).
Norman Davies stellt den Zweiten Weltkrieg aus polnischer Sicht dar: Die große Katastrophe. Europa im Krieg 1939–1945 (Droemer/Knaur)
Rheinischer Merkur
Roberto Bolaño erzählt in seinem Lumpenroman von Opfern, die zu tragischen Tätern werden (Hanser)
Die Geschichte der Welt wird gerne aus der Sicht Europas erzählt. John Darwin zeigt in seinem Meisterwerk, wie arrogant das ist. Die Mächte Asiens spielen eine weit wichtigere Rolle: Der imperiale Traum (Campus)
Der Weimarer Poet Wulf Kirsten hat eine großartige Anthologie deutscher Dichtung zusammengestellt. Sie wird Literaturgeschichte schreiben: Beständig ist das leicht Verletzliche (Ammann)
Willi Germund begibt sich auf die Spur radikaler Muslime in Indien, Pakistan und Afghanistan: Allahs Missionare (DuMont)
Kurz besprochen:
o Claus Christian Malzahn Deutschland 2.0 (dtv)
o Pete Dexter God’s Pocket (Liebeskind)
o Christopher R. Browning Die ‚Endlösung‘ und das Auswärtige Amt (Wissenschaftliche Buchgesellschaft)
o Lutz Stickeln, Toma Babovic: Hurtigruten (Ellert & Richter)
o Jürgen Angelow Der Weg in die Urkatastrophe (bebra verlag)
o Moshe Zimmermann Die Angst vor dem Frieden (Aufbau)
o Rainer Fromm, Richard Rickelmann Der Patient als Ware (Eichborn)
Lesetipps
o Wunibald Müller Verschwiegene Wunden (Kösel)
o Jonathan Safran Foer Tiere essen (Kiepenheuer & Witsch)
Der Freitag
„Es muss Funkkontakt bestehen“: Ob Plagwitz oder Zentrum-Nord: Leipzigs junge Lyriker bilden keine Szene oder Schule, sondern dichten an vielen Orten. Fünf Porträts
Gespräch über das Haus Hacks: 40 Jahre lang, bis zu seinem Tod 2003, hat der Dichter Peter Hacks mit seiner Frau Anna Wiede in einer riesigen Berliner Wohnung gelebt. Hier sind erstmals Fotos zu sehen.