Harry Mulisch, einer der großen niederländischen Nachkriegsliteraten, ist tot, meldet der Spiegel. Er starb in seinem Haus in Amsterdam im Alter von 83 Jahren an Krebs.
Der 1927 in Haarlem geborene Autor war international hochgeehrt und über Jahre hinweg immer wieder als Anwärter auf den Literaturnobelpreis im Gespräch. Zusammen mit den bereits vor vielen Jahren gestorbenen Autoren Gerard Reve und Willem Frederik Hermans wurde Mulisch stets zu den „Großen Drei“ der niederländischen Literatur gezählt.
Mulischs umfangreiches Werk mit Romanen, Novellen, Essays, Dramen, Opernlibretti und Gedichtbänden wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Sein größter – auch internationaler – Erfolg war der Roman Entdeckung des Himmels.
Mulisch wurde 2002 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.