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Berlin: Buchpremiere mit Gesine Schwan

Im Gespräch mit Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, stellte Gesine Schwan heute Mittag in der Humboldt-Viadrina School of Governance ihr druckfrisches Buch Bildung: Ware oder öffentliches Gut? vor.

Es sei ihr erstes Buch, das im Verlag vorwärts buch erscheint, so Gesine Schwan, Politikprofessorin und Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance. Ein Weckruf, denn damit wolle sie auch innerhalb der SPD eine bildungspolitische Diskussion anstoßen.

Bildung sei ein öffentliches Gut, das jedem unabhängig vom Geldbeutel und der sozialen Herkunft zur Verfügung stehen müsse, betonte Gesine Schwan und forderte einen radikalen Perspektivenwechsel in der Bildungspolitik. In den letzten Jahren habe das deutsche Bildungssystem eine fatale Entwicklung erlebt. Seit der bildungspolitischen Wende in den 1990er Jahren hätten die Einsparungen im öffentlichen Haushalt zu einer Unterordnung der Bildung unter die Wirtschaft geführt. Das Humboldtsche Bildungsideal sei einer Wettbewerbsphilosophie gewichen. Das sei ein Fehler, sagte sie und plädierte für mehr Ausgaben in die Bildung und für die Förderung einer positiven Lernkultur. Es gehe darum, dem Trend ökonomisierter – an Effizienz und Output orientierter – Steuerung im Bildungswesen entgegenzuwirken.

Gesine Schwans Buch ist der erste Band einer Reihe zum Thema Bildung im vorwärts buch Verlag. Der nächste Titel aus der Feder der Berliner SPD-Politikerin Annette Fugmann-Heesing erscheint im Frühjahrsprogramm des Verlags.

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