Der große Salon des Kulturhauses Schwartzsche Villa in Berlin Steglitz platzte aus allen Nähten, als David Almond (Foto) heute sein neues Buch Mina (Ravensburger) vorstellte. Sechs Schulklassen aus dem Bezirk wollten sich den Auftritt des britischen Autors nicht entgehen lassen.

David Almond, Träger des Hans Christian Andersen Preises 2010 las den englischen Text, während die Schüler die Zeilen auch auf einer Leinwand verfolgen konnten. Auf Deutsch las die Berliner Schauspielerin Katharina Spiering aus der Geschichte über die außergewöhnliche Mina.
Nachdenklich, fantasievoll und rebellisch ecke die Neunjährige immer wieder an“, schreibt der Verlag. „Mina stellt alles infrage: Glaube, Liebe, Freundschaft, Trauer, Vorschriften, das Leben an sich. Das ist Minas Blick auf die Welt.“ Und auch der Blick von David Almond, denn ein Stück von Mina stecke in ihm, verriet der Autor. Seit seinem Bestseller „Zeit des Mondes“, in dem Mina eine große Rolle spielt, habe er Mina immer im Kopf. Nun legt er mit Mina die Vorgeschichte vor.
Die Sechst- und Siebtklässler hatten viele Fragen an den Autor. Seit wann er schreibt, wollten sie wissen („Seit meiner Schulzeit, als ich so alt war wie ihr.“), warum er schreibt („Weil ich nicht anders kann.“) und was er selbst gerne liest („Bücher, die mich berühren.“). Und warum die ungewöhnliche Typographie? Das Buch spiegle das Chaos in Minas Kopf, so Almond. Er habe die Gedanken so aufgeschrieben, wie sie aus Mina heraussprudeln.
David Almond reist nun weiter nach München, Frankfurt und Köln, wo er am Freitag auf der lit.COLOGNE lesen wird.
ML