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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Hannah-Arendt-Preis für Navid Kermani

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Obsession der Unsicherheit“: Zum 75. Geburtstag des rumänischen Schriftstellers Norman Manea.

„Hannah-Arendt-Preis geht an Navid Kermani“: Kermani bekommt den Preis für seine „lagerüberwindenden, religionswissenschaftlichen und politischen Analysen“.

„Den Fluss der Dinge spüren“: Die Sammlung von Essays, Kurzprosa und Reden zum Untergang und Nachleben der DDR ist ein wirkungsvoller Aufriss von Uwe Kolbes ästhetischer Bestimmtheit.
Uwe Kolbe: Vinetas Archive. Annäherungen an Gründe (Wallstein)

„Die Realität ist noch peinlicher“: Die „heute-show“ gibt es jetzt auch als Buch; Eine Art Lehrbuch für junge Leute, die sich für die normale politische Berichterstattung kaum interessieren.
heute-show: Das Buch (Rowohlt)

Comic
„Der lange Weg zu sich selbst“: Ein wunderbarer Coming-of-Age-Comic.
Brian Wood, Ryan Kelly: Local (eidalon Verlag)

Krimi
„Mistral, Espresso – und Elsässer Gewürztraminer“: Ein Ferienkrimi; Obwohl Morchio Psychologe ist, umschifft er Figuren-Klischees nicht. Stimmiger als Handlung und Auflösung sind Landschaftsschilderungen und Ambiente.
Bruno Morhio: Der Tod verhandelt nicht (DTV)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Navid Kermani“: Mit Hannah-Arendt-Preis geehrt

„Wenn der Krieg die Landschaft unterjocht“: Bachmann-Preis-Gewinnerin begibt sich auf Spurensuche in die leidvolle Geschichte der slowenischen Minderheit in Österreich und ringt dabei um eine ihr und den Ereignissen angemessenen Sprache. Ein wenig verletzenderes und scharfkantigeres Erzählen wäre zu wünschen gewesen.
Maja Haderlap: Engel des Vergessens (Wallstein)

„Zeitsignaturen“: Aragon hatte sich eine Literaturgeschichte vorgenommen, die vor dem Ersten Weltkrieg einsetzten und über zehn Jahre in die Gegenwart führen sollte; Geschichtsschreibung (fast) im Augenblick des Geschehens. Tatsächlich geschrieben hat er zwischen 1922 und 1923 und einige Stücke des Pensums, eine anregende und vergnügliche Lektüre.
Louis Aragon: Projekt einer zeitgenössischen Literaturgeschichte (Edition text + kritik)

Kritik in Kürze
„Voll Wankelmut“: Caroline de la Motte Fouqué, Sophie Tieck-Bernhardi (Hg. Wolfgang de Bruyn, Barbara Gribnitz): Blätter öffentlich in die Welt (Wehrhahn Verlag)
Hg. Hannelore Scholz-Lübbering: Sophie Tieck-Bernhardi. Julie Saint Albain (Ulrike Helmer Verlag)

„Mit Streitlust“: Die Nüchternheit des Titels ist Programm für die Gedichte.
Alexej Parschtschikow: Erdöl. Gedichte (kookbooks)

Neue Sachbücher
„Ein wenig Geometrie, und schon sind Spuren der Intelligenz auch auf dem Mars zu sehen“: Maria Lane schildert die Debatten über Leben und Zivilisation auf dem Roten Planeten.
Maria Lane: Geographies of Mars. Seeing and Knowing the Red Planet (University of Chicago Press)

Süddeutsche Zeitung

„Ein Held wider Willen“: Am Donnerstag erscheint Liao Yiwus umwerfender literarischer Bericht aus Chinas Gulag.
Liao Yiwu: Für ein Lied und hundert Lieder. Ein Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen (S. Fischer)

„Unermessliche Kräfte“: Erhellende Essays aus über vierzig Jahren des Schweizer Ideengeschichtlers Jean Starobinski: Wege der Poesie (Hanser)

„Schau mir in die Augen, Großer: 130 Staats- und Regierungschefs im Porträt. Platon: Power – Ein Portrait der Macht: 130 Präsidenten. Premierminister, revolutionäre und Diktatoren (Schirmer/Mosel)

„Ich bin ein analoger Immigrant!“: Gary Shteyngart im Interview über die Geißel der Technik und den Niedergang der USA.

„Wer will Borders?“: Bei der insolventen US-Buchhandelskette wird eine Geschäftsauflösung und Zerschlagung immer wahrscheinlicher.

Die Welt

„Sie nennen es Lesen“: Ein Treffen mit James Wood, dem einflussreichsten Literaturkritiker Amerikas.

„Ohne Rücksicht auf Gewinne“: Erich Mühsams Tagebücher [mehr…] erscheinen erstmals gesammelt – gedruckt und online.

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