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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Asterix lebt weiter

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Das Dorf ist überall“: Jan Brandt ist ein grandioses Debüt gelungen, das völlig zu Recht für den Deutschen Buchpreis nominiert ist. Auf 900 Seiten erzählt Brandt die Geschichte einer Jugend auf dem Land, als hätte Stephen King einen Coming-of-Age-Roman geschrieben.
Jan Brandt, Gegen die Welt (Dumont)

„Jede Wette: Lyriker erhält den Literaturnobelpreis“: Die ersten Plätze auf der Favoritenliste für den Nobelpreis für Literatur des britischen Wettbüros Ladbrokeswerden von zwei Lyrikern belegt: Adonis und Thomas Tranströmer stehen ganz vorne vor Thomas Pynchon auf dem dritten Platz.

„Bloß keine neue Geldreligion“: Ein Gespräch mit Joseph Vogel über die Zukunft des Kapitalismus.

„Verdorrte Erde, vergiftete Nahrung“: Felix zu Löwenstein analysiert den Food Crash, der entsteht, wenn Verbraucher und Bauern nicht umdenken, ihr Verhalten ändern und entschlossen gegensteuern.
Felix zu Löwenstein, Food Crash. Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr (Pattloch)

„Asterix und sein neuer Chef“: Jean-Yves Ferri wird in Zukunft die GEschichten des Galliers erfinden.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Das Unglück des Reisens“: „Ich bin froh, wenn ich wieder weg bin“, schrieb Samuel Beckett 1937 am Ende einer zweimonatigen Bayern-Rundreise. Steffen Radlmaier erzählt von den deprimierenden Erlebnissen des irischen Erzählers auf deutschem Boden.
Steffen Radlmaier, Beckett in Bayern (Kleebaum)

„Kulissenschieberei“: Daniela Dröschers Erzählungen bleiben an einer Oberfläche, die synthetisch ist, ohne je virtuos zu werden.
Daniela Dröscher, Gloria (Berlin)

Neue Sachbücher
„Schiffbruch mit Kartenzeichner“: Jörg Dünne illustriert anhand von historischen Karten, wie in der frühen Neuzeit die Politik des Fingierens betrieben wurde. Nach der Lektüre sieht man Karten mit anderen Augen.
Jörg Dünne, Die kartographische Imagination. Erinnern, Erzählen und Fingieren in der Frühen Neuzeit (Wilhelm Fink)

„Die ganze Vielfalt des Kohlenpotts“: Axel Föhls exzellenter Architekturführer durch das Ruhrgebiet lässt auch Kenner Entdeckungen machen.
Axel Föhl, Architekturführer Ruhrgebiet (Dietrich Reimer)

Die Welt

„Asterix darf nicht sterben“: Jean-Yves Ferri soll das Erbe Uderzos antreten. Sein Band De Gaulle am Strand sei ganz witzig, witziger jedenfalls als alle Asterix-Bände seit 1980. Möglicherweise besteht also noch Hoffnung für Asterix.

„Dieser Wal ist das Senkblei der Geschichte“: Alexander Kluge im Gespräch mit Joseph Vogel über Moby Dick. Das Werk enthält eine ganze Mythologie der Moderne, aus der sich die Geschichte des modernen Menschen und seiner Kämpfe mit dem Unbeherrschbaren herauslesen lässt – bis zur Katastrophe von Fukushima.

Süddeutsche Zeitung

„Gallier leben ewig“: Jean-Yves Ferr soll Asterix zu neuer Jugend verhelfen.

„Wie Fremde Bürger werden“: Florence Dupont liest Vergils Aeneis als Integrationsprogramm.
Florence Dupont, Rome, la ville sans origine (Éditions Gallimard)

„Kein Artenschutz für Menschen“: Vergnüglich zu lesen, aber auch ein wenig langweilig; statt Entwicklung ergibt sich Stagnation.
Judith Schalansky, Der Hals der Giraffe (Suhrkamp)

„Teufelstanz im Schneegestöber“: Ein poetisches Kräftemessen von isländischer Naturgewalt und menschlicher Seele. Stefánsson] hat eines der Bücher geschrieben, „die dich zweifeln machen, sie machen dich mit Abgründen bekannt“, wie es im Buch heißt.
Jón Kalman Stefánsson, Der Schmerz der Engel (Piper)

„May und Marx“: Im Akademie Verlag Berlin erschien jüngst Band „M“ vom „alten Goedeke“, dem einzigartigen Schriftstellerlexikon.

„Auf der Couch“: Nach 127 Jahren ist nun das Debüt von Sir Arthur Conan Doyle veröffentlicht worden. The Narrative of John Smith ist in Druckform und als Hörbuch bei der British Library erschienen.

Financial Times Deutschland

„Was für ein wunderbares Land“: Mit der etwas spöttischen Überschrift ist die Präsentation des Buches über Philipp Rösler mit dem gleichnamigen Titel (St. Benno) gestern durch die Bundeskanzlerin gemeint (wir berichteten).

Großer Bericht über das erwartete Tablet von Amazon (wir berichteten). nach unserem Bericht wurde auch der mögliche Name bekannt „Kindle Fire“. Im Gegensatz zu Amazon sei Apple sei auf Hardwareverkäufe angewiesen, deshalb könne Amazon mit seinem Preis aggressiv vorgehen. Kolportiert werden 250 Dollar. Bezos Vision sei es jedes Buch innerhalb von weniger als 60 Sekunden verfügbar zu machen, so Jeff Bezos. In den USA sei der Anteil von E-Books am Gesamtbuchumsatz auf 8,3 Prozent im letzten Jahr geklettert. Das mache Apple verwundbar, heißt es.
Überhaupt wird über Apple geredet, weil die Amerikanier offenbar weniger 25 Prozent weniger Bauteile für das iPad bei den chinesischen Zulieferern bestellt habe, wie eine Bank aus hongkong berichtet. Darüber habe die Bank JP Morgan Chase die Fassung verloren und erstmals öffentlich einen Bericht von Kollegen kritisiert. Apple gehe es gut, so ein Banker.

Vier Bücher für den Feierabend werden besprochen. Von möglichen fünf Sternen erhält
> Hakan Nesser: Die Einsamen, btb, 5 Sterne
> Daniel Depp: Nächte in Babylon}, Carl’s Books 4 Sterne
> Wigbert Löer/Rainer Schäfer: Zockerliga, Gütersloher 3 Sterne
> Stephan Brüggenthies: Die tote Schwester, Eichborn 4 Sterne

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