Wie heute bekannt wird, hat der Gläubigerausschuss (in dem auch die Mitarbeiter vertreten sind) das bisherige Angebot von Aufbau-Verleger Matthias Koch abgelehnt, der nach wie vor den Eichborn Verlag als Ganzes übernehmen will, wie wir am Freitag gemeldet hatten – das einzige ernsthafte Angebot übrigens.
Nach uns vorliegenden Informationen favorisiert der Insolvenzverwalter aber weiter die Zerschlagung des Verlages durch den Verkauf einzelner Filetstücke des Verlages (etwa die Andere Bibliothek). In Berlin hatte man vehement für die „einzig sinnvolle Alternative“ geworben. Jetzt ist, wie am Freitag schon prognostiziert [mehr…], die Lage mehr als ernst. Am 18. Oktober soll die Gläubigerversammlung stattfinden, bis dahin hofft der Insolvenzverwalter auf ein neues, modifiziertes Angebot von Koch.
Insolvenzverwalter Holger Lessing hat inzwischen der FAZ gesagt, das von Aufbau-Verleger Matthias Koch abgegebene Gebot „hätte eine Schädigung der Insolvenzmasse und somit der Gläubiger bedeutet“. Ein Frühjahrsprogramm soll es nach de Entscheidung des vorläufigen Gläubigerausschusses nicht mehr geben. Bis Ende Juni 2012 müsse Eichborn abgewickelt sein. Die ersten Mitarbeiter müssen Lessing zufolge bereits zum Jahresende entlassen werden.