
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.
Frankfurter Rundschau
Zwei Seiten Interview im Magazinteil mit Paulo Coelho, dessen neuester Roman Aleph gerade bei Diogenes erschienen ist.
„Übersinnlich Kriminelles“: Javier Marquez Sanchez Das Fest des Moniseur Orphée (Wald+Graf) und Phil Rickman Ein dunkler Gesang (Rowohlt).
Zum 75. Geburtstag von Klaus Schlesinger (heute!!!) ist von Astrid Köhler bei Aufbau endlich eine Biographie des vor elf Jahren verstorbenen Schriftstellers erschienen.
„Hoffnungsträgerin der hessischen Literaturszene“: Alina Bronsky – dieser Tage erscheint der erste Teil ihrer Jugendbuch-Trilogie Spiegelkind (Arena).
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Neue Wirtschaftsbücher
Maren Lehky Leadership 2.0 (Campus) und Nicholas Wapshott, Keynes Hayek The Clash that define modern Economics (N.W. Norten & Company).
Allmählich wird das nicht enden wollende Rumgeeire des Bundespräsidenten und seine militante Wortwohl wohl allen zuviel: „Christian Wulff als Ernst Jünger]? … Ernst Jünger zitierte auch Christian Wulff. In seinem Buch In Stahlgewittern schrieb der Leutnant des Hannoveraner Regiments … darüber, wie von Bellevue aus ein totes Land ausssieht“, titelt die FAZ und zitiert entsprechende Stellen aus Jüngers Werk. Hätten Sie’s gewusst, Herr Wulff?
Auch Monika Maron hat die Nase voll von Wulffs Politpossen: Schon anlässlich zur Wulff-Wahl hatte sie im Spiegel geschrieben, dass die Regierung dabei Schaden nehmen werde. Aber welche Regierung hätte schon mal auf die Autoren ihres Landes gehört?
„Was darf der Lebensplan denn kosten?“ Ronald Dworkin Was ist Gleichheit? (Suhrkamp).
Der Leser wird zum Komplizen des Autors? Herman Koch Sommerhaus mit Swimmingpool (KiWi).
Annotationen
Jeanette Erazo Heufelder Drogenkorridor Mexiko (Transit) und Jochen Bonz, Juliane Rytz, Johannes Springer Lass uns von der Hamburger Schule reden (Ventil).
Süddeutsche Zeitung
„Jenseits des Maisbreis“: Es gibt zwei gute Bücher von Doris Lessing, den Roman Ein süßer Traum und den Reisebericht Rückkehr nach Afrika, beide jetzt bei Hoffmann und Campe erschienen.
„Machtvoller Fluss mit Seitenarmen“: Olaf Breitbach betrachtet in dem gleichnamigen Titel eine Radikale Historisierung und meint damit die Frage wie relativ das Wissen ist.
„Als wären wir dabei gewesen“: Dan Franck führt in Montparnasse und Montmartre anekdotenreich durch die Pariser Künstlerszene im frühen zwanzigsten Jahrhundert (Parthas).
Heute mit dem politischen Buch
„Es war schwierig mit Hitler, dem wütenden Nichtraucher“: Karl Heinz Roth und Jan-Peter Abraham zeigen in Reemtsma auf der Krim wie der Tabak-Konzern sich trotzdem zu helfen wusste.
„Ein Drogenstaat“: Zwei Reportagen zeigen wie der Rauschgifthandel in Mexiko den Rechtsstaat besiegt hat:
> Jeanette Erazo Heufelder: Drogenkorridor Mexiko, Transit
> Anabel Hernández: Los seniores del narco, Grijalbo, Mexiko-Stadt
„Neues Afrika“: Bettina Gaus trifft das Bürgertum zwischen Kapstadt und Karthum und berichtet darüber in Der unterschätzte Kontinent bei Eichborn.
„Kaputte Märtyrer“: Martin Schäuble erzählt die Geschichte zweier Selbstmordattentäter in Black Box Dschihad (Hanser)
Die Welt
Neulich schon riesengroß im Spiegel, heute fast ganzseitig in der Welt: die Fotografin Gundula Schulze Eldowy; der Leipziger Lehmstedt Verlag hat mehrere Bände von ihr aktuell im Programm.