Die Douglas Holding AG meldet eine Steigerung des Konzernumsatzes um 1,7 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Steuern (EBT) 137,8 Millionen Euro erreichte. Der Konzern hatte sich eine Umsatzsteigerung zwischen zwei und vier Prozent und ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von knapp 140 Millionen Euro zum Ziel gesetzt.
Die Gründe für die leichte Zielunterschreitung beim Umsatz lagen nach Angaben des Unternehmens „neben der schwachen Entwicklung in einigen Auslandsmärkten vor allem in unserem Buchbereich. Dort vollzieht sich gerade weltweit ein gravierender Strukturwandel, der sich auch bei der Umsatzentwicklung von Thalia bemerkbar macht. Daher wurden die Planzahlen unserer Buchsparte recht deutlich unterschritten“.
Die Geschäftsbereiche der Douglas-Gruppe haben sich laut Geschäftsbericht im In- und Ausland „sehr unterschiedlich entwickelt: auf der einen Seite das sehr erfreuliche Umsatzplus von 4,0 Prozent im Heimatmarkt Deutschland. Hier legten vor allem unsere deutschen Douglas-Parfümerien und Christ-Juweliergeschäfte kräftig zu und konnten weitere Marktanteile hinzugewinnen. Auf der anderen Seite stand unser Buchbereich vor großen Herausforderungen. Die Thalia-Gruppe konnte zwar die Umsatzrückgänge im stationären Buchhandel durch gute Zuwächse in ihren Online-Shops nahezu kompensieren. Das Ergebnis ging aber dennoch deutlich zurück; auch weil die Margen im Online-Buchhandel um einiges niedriger sind als im klassischen Sortimentsbuchhandel. Auch unsere Hussel-Confiserien mussten leichte Umsatzrückgänge verbuchen. Die Modehäuser von AppelrathCüpper konnten hingegen ihre Umsätze erfreulicherweise leicht steigern“.
Während sich die Umsätze im Inland insgesamt positiv entwickelten, lagen die Auslandsumsätze um 2,5 Prozent unter dem Vorjahr. Dieser Rückgang sei insbesondere auf die Marktaustritte von Douglas aus Russland, den USA und Dänemark zurückzuführen. Beim DVA (Douglas Value Added) habe die Douglas-Gruppe mit 11,8 Millionen Euro nur die Hälfte des guten Vorjahreswertes erreicht. Hauptursache hierfür war das rückläufige Ergebnis im Buchbereich.
Der Free Cash Flow – also der Saldo aus Mittelzuflüssen und Mittelabflüssen aus laufender Geschäfts- und Investitionstätigkeit – lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 126,6 Millionen Euro nach 127,9 Millionen Euro im Vorjahr. Der geringere Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr durch Nettoeinzahlungen aus der Veräußerung der russischen Tochtergesellschaften in Höhe von 50,6 Millionen Euro fast vollständig kompensiert.
Die Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2010/11 mit rund 117 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Investiert wurde in die Eröffnung von insgesamt 64 neuen Filialen, die Erweiterung und Modernisierung des bestehenden Filialnetzes und den Ausbau der eCommerce-Aktivitäten. Die Anzahl der Filialen im In- und Ausland ging aufgrund des Verkaufs der 32 russischen Parfümerien und 72 Filialschließungen von 1.973 auf 1.928 Filialen leicht zurück.
Der komplette Geschäftsbericht: http://www.dhag-gb.com/index.php?id=817