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Neuer Programmschwerpunkt „tranzyt“ für Literatur aus Polen, Ukraine und Belarus

tranzyt. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus lautet ein neuer Programmschwerpunkt der Leipziger Buchmesse. Heute stellte Messedirektor Oliver Zille das Projekt der Berliner Presse vor. Mit auf dem Podium Martin Pollack, der Kurator des Programms, und der Schriftsteller und Übersetzer Jurko Prochasko aus der Ukraine.

Oliver Zille, Jurko Prochasko,
Martin Pollack (v. l.)

Mit dem auf drei Jahre angelegten Projekt folge die Leipziger Buchmesse weiter ihrer generellen Zielstellung, neue interessante Autoren aus der Region Mittel- und Osteuropa einem größeren Publikum zugänglich zu machen und ihre Veröffentlichung bei deutschsprachigen Verlagen zu befördern, sagte Oliver Zille. Die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine war ein zusätzlicher Anlass die Länder in den Fokus zu rücken. „Gerade über literarische Texte erhalten die Leser ein differenziertes Bild der verschiedenen Kulturen“, so Zille.

Ziel von tranzyt ist es, Autoren, Verlage und Übersetzer dauerhaft in die Netzwerke des deutschsprachigen Literaturbetriebs einzubinden. Eingeladen sind 32 Autoren, darunter bekannte wie Swetlana Alexijewitsch, Andrzej Stasiuk, Juri Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk und Andrej Kurkow, aber auch unbekannte, bisher nicht übersetzte jüngere Autoren.

„Wir wollen neugierig machen auf diese Autoren“, sagte Martin Pollack, der hierzulande ein breites Unwissen beklagte, wenn es um die Literatur des Ostens geht. Es gelte Versäumtes nachzuholen, denn die literarischen Landschaften Polens, der Ukraine und Belarus‘ seien brillant, bedeutend und beeindruckend, so Polack. „Sie verdienen es, von einem großen Publikum entdeckt zu werden.“ Polen, das über den größten Buchmarkt innerhalb des Programmschwerpunktes verfügt, komme dabei die Rolle eines Vermittlers zwischen dem deutschsprachigen Raum und der Ukraine und Belarus zu.

Programm und Informationen: http://www.leipziger-buchmesse.de/tranzyt/

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