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Die Titel der KrimiZeit im März / „Payback“ weiter auf Platz 1

An der Spitze der KrimiZEIT-Bestenliste steht weiterhin und zum dritten Mal Payback von Mike Nicol: eines der spannendsten Bücher aus und über das neue Südafrika, so Jurysprecher Tobias Gohlis.

Payback ist der erste Band der „Rache-Trilogie“. Im Zentrum des weit zurückgreifenden, mehrere Aktionsebenen umfassenden Romans stehen Mace Bishop und Pylon Buso. Sie werden mit den Schulden aus ihrer Vergangenheit als Befreiungskämpfer und Waffenschmuggler konfrontiert.

Der hierzulande bereits als Romancier und Sachbuchautor bekannte Mike Nicol ist ein weiterer beeindruckender Krimi-Autor aus Südafrika – neben Deon Meyer und Malla Nunn.

Die komplette KrimiZeit für März:

1. (1) Mike Nicol: Payback. btb
Kapstadt/Luanda. Im Befreiungskampf waren Mace und Pylon Waffenhändler, jetzt, in der Demokratie, verdienen sie friedliches Geld. Bis ihnen alte Schulden präsentiert werden. Die Entführung von Mace’ Tochter ist nur der Anfang. Erster Band der „Rache-Trilogie“. Unbarmherzig rauer Wind aus Südafrika. Gnadenlos gut.

2. (-) Arne Dahl: Gier. Piper
Den Haag/Riga/London/Stockholm. Opcop – streng geheim ist die neue operative Truppe von Europol. Ist sie den Verbrechen von heute gewachsen? Umweltverseuchung, Finanzspekulation, Kinderhandel, koordiniert mit Geld und Macht der Mafia. Ganze Staaten usurpiert. Dahl stellt sich globalen Aufgaben. Wie keiner.

3. (-) Donald Ray Pollock: Das Handwerk des Teufels. Liebeskind
Meade, Ohio/Coal Creek, West Virginia. Mit zehn hungert und betet Arvin Russell gegen das Sterben seiner Mutter an. Mit 18 hat er vier Menschen erschossen. Dann haben ein Vergewaltiger, zwei Serienmörder, ein mörderischer Sheriff und ein Prediger-Paar seinen Weg gekreuzt. Wüstes, grandioses Roman-Debüt.

4. (10) Georg M. Oswald: Unter Feinden. Piper
München. Zwei Komissare in der Klemme. Diller ist solide, Kessel Junkie. Kessel überfährt einen Dealer, Erpressung folgt. Diller will ihn und sich schützen im Trubel der Schutzmaßnahmen für die internationale Sicherheitskonferenz. Weit planende arabische Rächer gegen kleine deutsche Polizisten.

5. (-) Oliver Harris: London Killing. Blessing
London Hampstead. Als Detective Belsey das Haus eines russischen Oligarchen leer findet, ergreift er die Chance, sein beschissenes Leben zu ändern. Er übernimmt Auto, Haus und Kreditkarte. Und die Feinde des Milliardärs. Rasantes Debüt. Oliver Harris gewinnt dem British Noir unverfrorene Heiterkeit ab.

6. (6) Nicci French: Blauer Montag. C. Bertelsmann
London. Ein Patient von Frieda Klein träumt von einem Jungen, der wenig später entführt wird. Sie verlässt ihre Praxis, um aufzuklären, was los ist. Im Methodenwettstreit mit der Polizei wagt sich die Psychotherapeutin über die Schranken ihrer Disziplin. Intelligenter Plot, psychologisch plausibel.

7. (-) Parker Bilal: Die dunklen Straßen von Kairo. Rowohlt
Kairo. Von den Islamisten aus Khartoum vertrieben, schlägt Makana sich als Privatdetektiv in Kairo durch. Für Big Boss Hanafi sucht er den verschwundenen Star seines Fußballclubs. Konventionell erzählt, mächtig aufschlussreich. Parker Bilal, selbst Sudanese, zeigt Ägypten vor der Arabellion: eitel und korrupt.

8. (-) Fred Vargas: Die Nacht des Zorns. Aufbau
Paris/Normandie. In Ordebec wurde „Die Wilde Jagd“ gesehen. In der Horde: vier Männer aus dem Dorf. Todgeweiht? Kommissar Adamsberg, genervt vom Mord an einem Finanzmagnaten, folgt fasziniert normannischen Mythen, Ängsten, Intrigen. Nach drei Jahren Abstinenz: der neue Polar Poétique von Vargas.

9. (3) Carsten Stroud: Niceville. DuMont
Niceville im Süden der USA. 179 Menschen sind verschwunden. Drei Männer berauben die Bank. Chinesen wollen die Beute. Familienzwist schwelt seit Generationen. Ein Polizist und ein Indianer stemmen sich gegen einen Fluch. Souverän geschnittener, gelungener Mix aus Crime, Horror und Mystery.

10. (-) Jussi Adler-Olsen: Das Alphabethaus. dtv
Schwarzwald. In seinem Debütroman von 1997 greift der dänische Bestsellerautor in die Rumpelkiste der Weltkriegsmythen. Zwei tapfere britische Flieger landen nach dem Abschuss hinter den Linien in einer Psychiatrie für SS-Offiziere. Rache, Flucht, Verrat, medizinische Experimente. Schauriger Pageturner.

Die KrimiZEIT-Bestenliste März wird heute auch in der Wochenzeitung DIE ZEIT veröffentlicht und in den Literatursendungen des NordwestRadios sowie im Internet unter www.zeit.de/krimizeit-bestenliste vorgestellt. An jedem ersten Donnerstag des Monats geben 16 Literaturkritiker und Krimispezialisten aus Deutschland und Österreich die Kriminalromane bekannt, die ihnen am besten gefallen haben. Die KrimiZEIT-Bestenliste ist eine Kooperation der ZEIT mit dem Nordwestradio, einem gemeinsamen Programm von Radio Bremen und dem NDR.

Die Jury:
Tobias Gohlis, Kolumnist der ZEIT, Sprecher der Jury | Volker Albers, »Hamburger Abendblatt« | Andreas Ammer, »Druckfrisch«, Dlf, BR | Fritz Göttler, »Süddeutsche Zeitung« | Michaela Grom, SWR | Lore Kleinert, Radio Bremen | Thomas Klingenmaier, »Stuttgarter Zeitung« | Kolja Mensing, »Tagesspiegel« | Ulrich Noller, Deutsche Welle, WDR | Jan Christian Schmidt, »Kaliber 38« | Margarete v. Schwarzkopf, NDR | Ingeborg Sperl, »Der Standard« | Sylvia Staude, »Frankfurter Rundschau« | Jochen Vogt, Elder Critic, »NRZ«, »WAZ« | Hendrik Werner, »Weser-Kurier« | Thomas Wörtche, »Plärrer«, »culturmag«, »DRadioKultur«

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