
Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch. Und wenn Sie eine spannende Rezension anderswo finden: Schicken Sie uns schnell eine Mail?
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Der Preis der Leipziger Buchmesse [mehr…] schafft es mit einer Notiz immerhin auf die Titelseite.
Im Feuilleton wird der Verkauf des Blumenbar Verlags [mehr…] kommentiert, an den Verkauf von Eichborn an Bastei Lübbe erinnert, wohingegen „Die andere Bibliothek“ wiederum an Aufbau ging. „Deshalb klingt es auch höchst unwahrscheinlich, wenn Gerüchte besagen, ausgerechnet Bastei Lübbe, die Kölner Festung fürs Populäre, buhle um Suhrkamp“, meint S.K..
„Bittersüße Melodie“ – Patrick Modianos Im Café der verlorenen Jugend (Hanser) sei „einer jener schmalen Bände, die den Leser für einen Nachmittag ins Paris der Nachkriegsjahre entführen“.
„In der Vorhölle der Väter“ – In Raoul Schrotts Erzählung Das schweigende Kind (Hanser) halte die Rhetorik des Pathos der Dringlichkeit des Anliegens nicht stand.
Sachbücher in Kürze:
Albrecht Müller Der falsche Präsident. Was Pfarrer Gauck noch lernen muss, damit wir glücklich mit ihm werden (Westend)
Dan Franck Montparnasse und Montmartre. Künstler und Literaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Parthas)
Christoph Marx Südafrika. Geschichte und Gegenwart (Kohlhammer)
„Das Tapetenmuster steht ihr gut“ – Die Lyrikerin Nora Gomringer gratuliert der Insel-Bücherei].
Süddeutsche Zeitung
„Sonnenstich im Lesewinter“ heißt hier die Überschrift des Berichts vom Leipziger Buchpreis. Herrndorfs heiteres Buch habe auf die Jury offenbar wie eine Lichttherapie in einem langen, dunklen Lesewinter gewirkt.
„Was genau ist das Deutsch der Migranten?“, fragt sich Tim Neshitov unter der Überschrift „Ich mach’ dich Messer“. Er greift zurück auf einen 2008 bei Narr erschienenen Band: Das Deutsche und seine Nachbarn. Über Identitäten und Mehrsprachigkeit.
„Bedingt zurechnungsfähig“ – hier geht es um die Ausstellung „Bild dir dein Volk! Axel Springer und die Juden“ im Jüdischen Museum Frankfurt [mehr…]. Der Begleitband ist im Wallstein Verlag erschienen.
Noch eine Ausstellung: „Hans Kollhoff Architektur – Praxis und Lehre 1987-2012“ läuft im ETH Zentrum Zürich, den Katalog gibt es bei Niggli.
Und noch eine: „Pacific Standard Time. Kunst in Los Angeles 1950-1980“ läuft im Martin-Gropius-Bau in Berlin, den Katalog gibt es bei Hatje Cantz.
Ein Hinweis darauf, dass Christian Kracht eine Lesung auf der Leipziger Buchmesse und alle Gespräche abgesagt habe. „Christian Kracht wolle lediglich eine Signierstunde geben und am Abend in der Leipziger Universitätsbibliotheca Albertina lesen.“
„Die Hölle wird leer bleiben“ – Hans Jürgen Schings’ Zustimmung zur Welt. Goethe-Studien (Königshausen & Neumann). „Bemerkenswert die Funde dieses Forschers, der als solcher wie wenige gelten darf“, meint Gustav Seibt.
„Von Amts wegen trist: Ein Fotoband über Behördenbauten“ lautet die Überschrift für eine kurze Besprechung des Bildbandes Von Amts wegen. Ämter einer Stadt (Verlag Schaden.com) von Benedikt Steinmetz.
„Wollen hätt’ ich schon gemusst“ – es geht um Milena Michiko Flasars Büro-Roman Ich nannte ihn Krawatte (Wagenbach). Flasars Antihelden seien späte Abkömmlinge der Angestellten bei Robert Walser, meint Christoph Bartmann.
„Nihilismus mit Korkgeschmack“ – Stephan Groetzners Die Kuh in meinem Kopf (Droschl) sei bitte einzusortieren unter „Abendland, Ideengeschichte, grober Unfug“, meint Florian Kessler. Das klingt gut.
Frankfurter Rundschau
„Zufall und Gerechtigkeit“ – Wolfgang Herrndorf erhalte sehr verdient den Preis der Leipziger Buchmesse, meint Ulrich Seidler.
Auch hier Hinweise auf die Ausstellung „Pacific Standard Time. Kunst in Los Angeles 1950-1980“ im Martin-Gropius-Bau in Berlin (Katalog: Hatje Cantz).







