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Heinold fragt: Wer war’s?

Hätten Sie’s gedacht: Fünfzig (Kopf-)Nüsse hat der Buchmarkt vom Februar 2008 bis zum April 2012 seinen Leserinnen und Lesern zu knacken gegeben. Und immer wurden sie geknackt bis auf die Kopfnüsse Juli 2009 (Bergstadt Verlag, Freiburg) und Oktober 2011 (Wunderhorn, Heidelberg).

Heute also die 51. Kopfnuss. Der Verlag, um dessen jetzigen Namen es sich handelt, wurde unter einem anderen Namen im Mai 1966 gegründet. Von Ausnahmen – kleineren Randprodukten – abgesehen, bestand und besteht das Verlagsprogramm aus einer einzigen, einem bestimmten Wirtschaftszweig gewidmeten Fachzeitschrift. Sie wendet
sich in erster Linie an den Facheinzelhandel und vermittelt ihm Ideen für die praktische Umsetzung. Es dauerte aber seine Zeit, bis das Blatt auch von den Lieferanten des Handels ernst genommen wurde, auf deren Anzeigen es ebenso als Erlösquelle angewiesen ist wie auf die Vertriebserlöse aus den Abonnements.

Das erste Heft wurde auf einer bedeutenden internationalen Messe präsentiert. Dennoch war es ein David und kein Goliath, der da auftrat mit zunächst nicht mehr als zwei Ausgaben pro Jahr. Dann stieg die Zahl der Hefte in jedem der folgenden Jahre kontinuierlich von zwei auf vier, von vier auf sechs, von sechs auf acht, von acht auf zehn. Seit ihrem sechsten Jahrgang erscheint die Zeitschrift monatlich.

Einer der drei Gründungsgesellschafter war ein erfahrener Verleger, allerdings aus einer anderen Branche, der zweite ein Anzeigen- und Vertriebsfachmann und der dritte ein zwanzigjähriger Abiturient mit einer noch nicht abgeschlossenen Buchhändlerlehre. Journalistische Erfahrung hatte keiner in diesem Dreigestirn. Der Abiturient von damals ist noch heute erstaunt darüber, dass der Start dennoch gelang. Inzwischen ist er schon lange Alleinherausgeber und längst Alleinverleger .Man zählt ihn zum Urgestein der Branche.

Gleich beim Start türmten sich – abgesehen von der fehlenden Praxis der Gründer – unerwartete Hindernisse auf. Einer von ihnen wirkte als ehrenamtlicher Verbandsfunktionär ausgerechnet in der Branche, der die Zeitschrift gewidmet war und bis heute ist. Nicht nur, dass das Anfängerblatt aufmüpfig und verbandskritisch war: Es trat in Konkurrenz zu dem altehrwürdigen, damals zweimal wöchentlich erscheinenden Verbandsorgan. Dem mitgründenden Verleger blieb nichts anderes übrig, als seine Verbandsfunktion niederzulegen. Zustimmung und Gegenwind zum dem frechen Blatt hielten sich die Waage. Im Anfang machte es durch seine Druckfehler von sich reden und galt auch deshalb in konservativen Branchenkreisen als unseriös.

Zu einer späten Wiedergutmachung kam es, als der jetzige Alleinherausgeber und -verleger von eben diesem Verband als erster Journalist überhaupt im 44. Jahr des Bestehens der Zeitschrift eine goldene Ehrennadel verliehen bekam. Dabei war sie mit ihrer bereits 1998 gestarteten Online-Ausgabe dem traditionellen Verbandsblatt wieder einmal eine Nasenlänge voraus gewesen und verleiht seit Jahren eigene verbandsunabhängige Jahrespreise.

Heinold fragt: Wie lautet der Name des Verlages, der diese Branchenzeitschrift herausgibt, und wo ist sein Sitz?

Senden Sie die Lösung an heinold@buchmarkt.de. Einsendeschluss ist der 16. Mai 2012. Unter den Einsendern, deren Lösung komplett und richtig ist, verlosen wir ein Exemplar „Bücher und Buchhändler“ (Bramann) von Wolfgang E. Heinold.

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