Der Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar geht in diesem Jahr an den Nautilus-Autor Jochen Schimmang.
Schimmang erhält den Preis für seinen Utopie-Roman Neue Mitte (erschienen August 2011). Bei Nautilus herrscht Freude über diese Auszeichnung. Der mit 4000 Euro dotierte Preis wird am 7. September im Rahmen der 32. Wetzlarer Tage der Phantastik von Oberbürgermeister Wolfram Dette verliehen.
In der Begründung der Jury heißt es: „Neue Mitte dient als gutes Beispiel für das große Themen- und Inhaltsspektrum phantastischer Literatur: Phantastik als Erweiterung der wahrnehmbaren politischen Aktualität, bzw. Realität hin zum ‚Möglichen‘ – bei Schimmang in einer Nahzukunft des Jahres 2029/30; die Erweiterung des Wirklichkeitssinns hin zum Möglichkeitssinn – außerdem die Durchlässigkeit von Grenzen, das genuin Transitorische, das dem Genre Phantastik innewohnt. Schimmangs Roman thematisiert die Wiederholbarkeit von (deutscher) politischer Historie, indem er seine Geschichte auf eine kleine Gruppe handelnder Personen und lokal auf Berlin, bzw. die dortige ‚Enklave‘ auf dem ehem. Reichstagsgelände fokussiert, er kombiniert geschickt Wiedererkennungsfaktoren mit zukünftig vielleicht Möglichem.“