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Spree-Fahrt mit Isabel Allende

Ein charmanter Auftritt gestern Abend in Berlin: Während einer Schifffahrt auf der Spree stellte Isabel Allende im Gespräch mit ihrem Lektor Frank Wegner ihren neuen Roman Mayas Tagebuch vor, der im August im Suhrkamp Verlag erschienen ist und schon auf der Bestsellerliste steht.

Iabel Allende, Frank Wegner
© Susanne Schleyer/Suhrkamp

Geschäftsführer Thomas Sparr begrüßte rund 50 geladene Gäste, vor allem Buchhändler und Journalisten. Die Schifffahrt sei ein Wunsch von Isabel Allende gewesen, erzählte er. Vor Jahren hatte ihr eine Tour auf dem Main so gut gefallen, dass der Verlag ihr nun die Spree zeigen wollte. Begleitet wurde Isabel Allende von ihrem Ehemann Willie Gordon, ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter.

Während der Fahrt vom Hafen Treptow durch die Innenstadt und zurück erzählte die sympathische Schriftstellerin, die im August ihren 70. Geburtstag feierte, von ihrer Arbeit. Die Schauspielerin Maren Eggert las aus „Mayas Tagebuch“, das Svenja Becker ins Deutsche übersetzt hat. Der Roman erzählt die Geschichte der 19-jährigen Kalifornierin Maya, die ins Drogenmilieu gerät und beinahe zugrunde geht. Mit Hilfe ihrer Großmutter flüchtet Maya auf eine abgelegene Insel im Süden Chiles. Hier denkt sie über sich und ihr Leben nach und schreibt ihre Gedanken in ein Heft.

© Susanne Schleyer/Suhrkamp

Von Anfang an zog Isabel Allende das Publikum in ihren Bann. Sie haben einen Roman über die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens geschrieben, erzählt sie. In ihrem eigenen Umfeld habe sie erlebt, wohin Drogenkonsum führen kann. „Ich wollte ein Buch schreiben, das auch die junge Generation anspricht“, so Allende. „Den Halbwüchsigen in meiner Sippe“ hat sie „Mayas Tagebuch“ gewidmet. Im Mittelpunkt steht wie so oft bei Allende eine starke Frauenfigur. Es gehe in ihren Büchern um Freiheit, betonte die engagierte Feministin, die seit Jahrzehnten für die Gleichberechtigung kämpft. „Wir haben schon viel erreicht, aber es gibt noch eine Menge zu tun.“

Isabel Allende, die Chile 1973 verließ, lebt heute in Kalifornien. Auch der Roman führt in beide Länder. Und wo fühlt sich Isabel Allende zu Hause? „Meine Heimat ist da, wo meine Familie ist“, sagte sie.

Die Gäste waren sich beim anschließenden Büfett einig: Ein gelungener Abend, den man so schnell nicht vergisst.

ML

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