
Hier finden Sie die Bücher, die in der ZEIT und im Freitag besprochen werden. Damit Sie heute schon wissen, wonach der Kunde morgen fragt, was sie auslegen und vielleicht noch schnell bestellen sollten.
DIE ZEIT
Schon mit der Literaturbeilage für die Frankfurter Buchmesse:
„Das Leben der Toten“: Der russische Autor Gaito Gasdanow hat ein bisher vergessenes Meisterwerk des 20. Jahrhunderts geschrieben: Das Phantom des Alexander Wolf, Hanser
„Kinder zum Kotzen“: Wovor sich Eltern schon immer gefürchtet haben: Clemens J. Setz’ unheimliches Meisterwerk Indigo bei Suhrkamp.
„Koma ist keine Lösung“: Tim Parks’ Roman Sex ist verboten über die Glückssuche und das Wegatmen der Welt , Kunstmann.
„Irdische Gebete“: Anne Webers herber Roman Tal der Herrlichkeiten macht das Jenseits erzählbar, S. Fischer.
„Armer Ritter“: Teju Cole in Open City (Suhrkamp) über die Melancholie New Yorks und seine eigene.
„Blut und Verbitterung“: Boualem Sansals Rue Darwin ist ein schonungsloser Algerien-Roman (Merlin).
„Nichts als Gespenster“: Marie NDiayes Held in Ein Tag zu lang verliert sich in einer Parallelwelt, Suhrkamp.
„Brief vom verlorenen Bruder“: David Albahari beschreibt in Der Bruder die serbische Wirklichkeit als skurrile Familiengeschichte, Schöffling.
„Der Volkserzieher“: Max Goldt in Die Chefin verzichtet erklärt einmal mehr, was sich ziemt und einen schmückt, Rowohlt.
„Digitale Geliebte“: Burkhard Spinnens Nevena ist ein väterlicher Roman über Onlinegames, Schöffling.
„Die Provinz leuchtet“: Norbert Scheuers Peehs Liebe ist eine faszinierende Weltchronik aus der Eifel, C.H. Beck.
„Hecht und Heiliger“: Christoph Peters’ Wir in Kahleneck ist ein altertümlicher Internatsroman, Luchterhand.
„Bewegte Zeiten“: Paul Celans Briefwechsel mit einer jungen deutschen Studentin ist bei Suhrkamp unter dem Titel „Wie aus weiter Ferne“ erschienen.
„Was für ein Meilenstein“: Einige der besten Historiker unter der Herausgeberschaft von Emily S. Rosenberg schreiben eine Geschichte der Welt, die alles auf den Kopf stellt, was wir bisher kannten. So entsteht auf brillante Weise das neue Bild einer verflochtenen Welt (C. H. Beck/Harvard University Press).
„Sieg und Niederlage sind fast eins“: Der Historiker Gershom Gorenberg in Israel schafft sich ab bei Campus und der Soldaten-Report Breaking the silence wollen Israel retten, Econ.
„Der letzte Feldzug“: Fred Pearce, Land Grabbing. Der globale Kampf um Grund und Boden, Kunstmann.
„Armut, Armut und kein Ende“: Wie drei der angesehensten Ökonomen nach den wahren Gründen der Ungerechtigkeit suchen:
o Joseph Stiglitz: Der Preis der Ungleichheit, Siedler
o Abhijit V. Banerjee/Esther Duflo: Poor Economics. Plädoyer für ein neues Verständnis von Armut, Knaus
„Die Welt, in die der Prophet kam“: Der Historiker und Schriftsteller Tom Holland unternimmt eine faszinierende Reise durch die Spätantike und erklärt in Die Schatten des Schwertes die Entstehung des arabischen Weltreichs (Klett-Cotta.
„Ich bin bedeutsam“: Rainer Merkel will in Das Unglück des anderen vom humanitären Helfen berichten, S. Fischer.
„Im Buch der Tochter“: Endlich übersetzt: Das Tagebuch des jüdischen Mädchens Éva aus Ungarn. Doch wer ist die Autorin? Ágnes Zsolt: Das rote Fahrrad, Nischen Verlag.
Hörbuch: Eine akustische Schatzkammer ist Christiane Collorio/Michael Krüger/Hans Sarkowicz (Hrsg.), Erzählerstimmen, Der Hörverlag
„Ein neuer Mensch“: In seinem Buch Das Zeitalter der Erkenntnis versucht Eric Kandel,
Nobelpreisträger der Medizin, den Geist und die Biologie miteinander zu versöhnen. Er will die Arbeit von Sigmund Freud vollenden! (Siedler).
„Das Denken der Goldtaler“: Harald Weinrich hält uns in seinem Buch Über das Haben den Spiegel vor bei C. H. Beck.
„Menuett des Miteinanders“: Richard Sennett untersucht in Zusammenarbeit (Hanser), wie auf Konflikte angelegte Gesellschaften Zusammenhalt finden können.
„Blick aus dem All“: Aino Laberenz hat ein Buch mit Selbstauskünften ihres verstorbenen Ehemanns Christoph Schlingensief herausgebracht: Ich weiß, ich war‘s (Kiepenheuer & Witsch). Der Künstler, der da spricht, hat noch unendlich viel vor, er hofft auf Genesung und weiß doch, dass ihm die Zeit davonläuft: Das Abschiedsbuch eines großen Übermütigen.
„Ab in den Waldkindergarten“: Ohne Rücksicht auf Verluste, Konrad Adam verkämpft sich für einen normativen Naturbegriff (Rowohlt).
„Ekstasen mit viel Rosenwasser“: Richard Wagner wird 200 – und die Wagner-Literatur dreht sich emsig im Kreis, zu sehen in:
o Das Rheingold. Reclam
o Wagner, Siedler
o Barry Millington: Magier von Bayreuth, Primus
o Eva Rieger: Die rebellische Enkelin Richard Wagners. Piper
o Christian Thielemann: Mein Leben mit Richard Wagner, C.H.Beck
„Laut, rotzig, schnell“: Johnny Ramone macht Karriere: Als Punker und Spießer hat er jetzt seine Autobiografie Commando. Die Autobiographie von Johnny Ramone bei Tropen/Klett Cotta veröffentlicht.
„Geisel von Alice“: Miriam Gebhardt will die Frauen von Frau Schwarzer befreien, Alice im Niemandsland, DVA.
„Mal ganz entspannt“: Kathrin Passig und Sascha Lobo spielen Netz-Therapeuten in Internet. Segen oder Fluch, Rowohlt.
DER FREITAG
Sehnsucht Europa: Neue Bücher von Daniel Cohn-Bendit und Robert Menasse zeigen, dass die Intellektuellen endlich beginnen, für die europäische Idee zu brennen. Von Steffen Kraft.
Für die Dame ein Roman: Am 8. Oktober fällt die Entscheidung beim Deutschen Buchpreis. Mit den üblichen Kriterien ist die Auswahl nicht zu erklären. Von Katrin Schuster.
Apocalypse Anytime Karl Marlantes, ein Veteran des Vietnamkrieges, hat mit Matterhorn (Arche) einen historischen Kriegsroman geschrieben, der erschreckend gegenwärtig ist. Von Mils Marwardt
Die Literatur boomt: Kein Krisengerede mehr: Warum das Internet das kreative Schreiben zur neuen Blüte treiben kann. Von http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/kein-krisengerede-mehr-die-literatur-im-netz-boomtStephan Porombka
Der Zeuge, der keiner sein durfte: Erwin Jöris saß in fast allen Lagern des 20. Jahrhunderts. Am 5. Oktober wird der Kommunist nun 100 Jahre alt. Sein Biograph Andreas Petersen über ein Jahrhundertleben.







