
Die französische Autorin Anne-Laure Bondoux wird für ihren Roman „Die Zeit der Wunder“ (Carlsen) mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher 2012 ausgezeichnet.
Der Roman, der die Geschichte der Flucht des Jungen Koumaïl aus dem Kaukasus nach Frankreich erzählt, wurde von Maja von Vogel übersetzt. „Das Buch zeigt ein hohes literarisches Niveau, das die Thematik der Migration und der Flüchtlingsproblematik in hervorragender Weise widerspiegelt“, begründet die Jury ihre Entscheidung.
Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis wird von der nordrhein-westfälischen Landesregierung vergeben und zeichnet Romane oder Sachbücher aus, die vermitteln, wie seelische und körperliche Gewalt entstehen und wie sie sich in der Realität auswirken. Der Preis wird in diesem Jahr zum 29. Mal vergeben und ist mit 7.500 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 12. November in Essen statt.
„Die Zeit der Wunder“ ist auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert, der am Freitag, den 12. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse verliehen wird.