
Der diesjährige Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln geht an Brigitte Hamann. Das gab der HVB-Präsident Gerald Schantin heute in einer Pressekonferenz zur internationalen Buchmesse und Lesefestwoche BUCH WIEN 12 bekannt.
„Brigitte Hamann legt mit dem objektiven Blick einer nicht gebürtigen Österreicherin die Identität dieses Landes offen. In ihren Arbeiten appelliert sie, alles zu tun, um die Entstehung sozialer Gegensätze und wirtschaftlicher Notlagen zu vermeiden, wie sie etwa zum Aufstieg des Nationalsozialismus beigetragen haben. Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller krisenhafter Situationen in Europa sind mahnende Stimmen wie jene von Brigitte Hamann unverzichtbar.“, begründet die Jury ihre Wahl.
Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird zum 23. Mal gemeinsam vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und dem Fachverband Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich verliehen.
Brigitte Hamann, Dr. phil., geboren in Essen, promovierte Historikerin, ist durch ihre zahlreichen Bücher zur Geschichte Österreichs (unter anderem Rudolf – Kronprinz und Rebell, Elisabeth – Kaiserin wider Willen) und des Nationalsozialismus auch international bekannt geworden. Ihr zuletzt erschienenes Buch ist Hitlers Edeljude. Brigitte Hamann erhielt u. a. den Anton-Wildgans-Preis (1995), den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch (1998), den Ehrenpreis des Presseclubs Concordia (2002) und den Preis der Stadt Wien für Publizistik (2004) sowie 2006 die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Silber.







