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Bernhard Matt

Bernhard Matt

Bernhard Matt ist am Dienstag im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Der Heyne Verlag trauert um seinen langjährigen Taschenbuch-Cheflektor, Kollegen und Freund. Über dreißig Jahre hat er entscheidend das Heyne-Programm geprägt.

„Wir haben Bernhard Matt viel zu verdanken, er hat das Gesicht des Heyne Verlags über drei Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet. Seine Autoren und in Freundschaft verbundenen Kollegen werden seine souveräne und überzeugende Art vermissen. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen beiden Söhnen“, schreibt Heyne-Verleger Ulrich Genzler. In einer Trauerrede sagte er: „Und er hat Spuren hinterlassen. Nicht allein wegen der vielen Jahre der Treue und Verbundenheit mit dem Verlag, sondern in erster Linie wegen seiner Persönlichkeit. Er war loyal, fair, souverän, belesen, neugierig, schlagfertig und konnte – aus der Tiefe des Raums kommend – extrem witzig sein. Er war ausgleichend in Situationen, in denen Verständnis angebracht war, aber auch auf seine eigene ruhige Art energisch, wenn es sein musste.
Bei all dem half ihm seine enorme Erfahrung. Was einem an schönen und unangenehmen Dingen beim Büchermachen begegnen konnte, hatte er meist schon erlebt. Er hatte das Privileg, Reihen zu betreuen, die ihm wirklich am Herzen lagen, von Spannung bis Film. Er konnte aber auch die abseitigsten Themen mit bewundernswerter Abgeklärtheit und echtem Schalk zum Leben erwecken.Die Vokabel, die sich mir immer aufdrängt, wenn ich an Bernhard denke, ist cool. Bernhard war einfach cool. Das mag zwar ein neumodisch-abgegriffenes Wort sein, aber hier trifft es genau zu. Das führte zu einem Gefühl der Sicherheit in seiner Nähe:
Mit ihm an der Seite wusste man, es konnte nicht allzu viel schiefgehen. So war es auch bei den vielen Umbrüchen und Veränderungen, die Heyne in diesem Jahrtausend durchgemacht hat und die wir gemeinsam erlebt haben. Bernhard stand bei aller Anpassungsfähigkeit für die eigene Identität und den vielbeschworenen unverwundbaren Heyne-Spirit.Als wir ihn vor etwas mehr als zwei Jahren mit einem rauschenden Fest aus der täglichen Arbeitsfron verabschiedet haben, gab es schon viele Emotionen und auch Tränen. Niemand hätte gedacht, dass wir so schnell endgültig Abschied nehmen müssen. Wir vermissen ihn sehr. “

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