Das EU-Kartellverfahren über Preisabsprachen bei elektronischen Büchern nähert sich offenbar einem Ende. Die Agentur Reuters meldet, dass die EU-Wettbewerbshüter die von Apple und vier Verlagen angebotenen Zugeständnisse wohl annehmen und es damit Amazon und anderen Verkäufern ermöglichen, E-Books während einer Frist von zwei Jahren billiger als Apple anzubieten.
Beteiligt an dem Verfahren sind auch Macmillan, Tochter des Holtzbrinck-Konzerns. Daneben hatte Apple mit den Verlagen Simon & Schuster, HarperCollins von News Corp, Hachette Livre von Lagardere und Penguin von Pearson einen E-Book-Verkauf über iTunes zum Festpreis vereinbart. Apple erhält davon 30 Prozent. Teil der Vereinbarung war, dass andere Händler wie Amazon diese Preise nicht unterschreiten durften. Lediglich Penguin hat sich diesem Kompromiss bisher nicht angeschlossen.