Die Douglas-Gruppe habe sich im Geschäftsjahr 2011/12 „zufriedenstellend entwickelt“, hieß es heute in Düsseldorf auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens.
Der Konzernumsatz stieg um 1,7 Prozent auf rund 3,44 Milliarden Euro. In Deutschland erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf über 2,3 Milliarden Euro. Die Auslandsumsätze blieben leicht hinter dem Vorjahr zurück und erreichten 1,1 Milliarden Euro.
„Alles in allem sind wir mit der Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2011/12 zufrieden“, sagte der Douglas-Vorstandsvorsitzende Dr. Henning Kreke in Düsseldorf und ergänzte: „Das gilt insbesondere für die Douglas-Parfümerien, die Christ-Juweliergeschäfte und auch unsere traditionsreichen Hussel-Confiserien in Deutschland.“
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 201,2 Millionen Euro nach 292,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Berichtsjahr war von hohen Restrukturierungsaufwendungen im Buchbereich geprägt. Hierdurch wurde das EBITDA in Höhe von 37,5 Millionen Euro belastet. Dagegen war das Vorjahresergebnis durch einen Einmalertrag aus der Veräußerung der Parfümerieaktivitäten in Russland in Höhe von 22,3 Millionen Euro begünstigt. Bereinigt um diese Effekte ergibt sich ein deutlicher Ergebnisrückgang, der aus dem geringeren operativen Ergebnis der Buchsparte resultiert.
Aufgrund der erforderlichen Wertberichtigungen, insbesondere im Buchbereich, ergab sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -89,1 Millionen Euro nach 137,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag betrug 109,9 Millionen Euro. Daher werden Vorstand und Aufsichtsrat der Douglas Holding AG der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2011/12 keine Dividende auszuschütten.
Im Buchbereich war die Entwicklung weiterhin „geprägt vom veränderten Kaufverhalten der Kunden“, umschreibt das Unternehmen die im Geschäftsjahr 2011/12 verzeichneten Umsatzrückgänge von 2,1 Prozent auf 915,2 Millionen Euro im Buchbereich. Das unbereinigte EBT lag bei -175,2 Millionen Euro nach 5,2 Millionen Euro im Vorjahr. Bereinigt um den Restrukturierungsaufwand und die Wertberichtigungen betrug das EBT -20,4 Millionen Euro.
Der Start ins neue Geschäftsjahr 2012/13 mit dem für die Douglas-Gruppe so wichtigen Weihnachtsgeschäft war „nicht einfach“. Im ersten Quartal – also von Oktober bis Dezember 2012 – erzielte die Douglas ein Umsatzplus von 1,6 Prozent. „Damit lagen wir zwar leicht unter unseren Erwartungen, konnten uns aber dennoch eine einigermaßen solide Basis für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres schaffen“, so Kreke.
Die Holding starte mit „einer stabilen Eigentümerstruktur“ in das neue Jahr und habe mit Advent International „einen ausgezeichneten Partner“ an der Seite. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Advent International und unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Erfolgsgeschichte der Douglas-Gruppe fortzuschreiben“, so Dr. Henning Kreke optimistisch.