Sabine Cramer war nicht sehr erpicht auf das Interview, wie sie am Schluss sagt, als große Rampensau empfindet sich die neue DuMont-Geschäftsführerin nicht. Dennoch legt die erste Frau im Buchverlag im Gespräch mit der Frankfurter Allegmeinen Zeitung (FAZ) recht unbefangen ihre Vorstellungen von der Zukunft des Kölner Hauses dar.
Nach einigem Rückblick auf ihre Stationen bei Ars Vivendi („viel selbst entwickelt“), Bastei Lübbe („sehr kommerzielles Haus“) und ab 2010 bei Piper („aktive Backlistpflege“) kommt sie zur Sache: „Das Buch muss nicht neu erfunden werden. Das E-Book ist einfach eine weitere Verwertungsform. Die Nachfrage wird sicher noch wachsen, aber verdrängen wird es das Papierbuch nicht“, zeigt sie sich überzeugt. Auf die Frage, wie der „DuMont Buchverlag denn wirtschaftlich“ dastehe, sagt sie: „Wir stehen auf einer vernünftigen Basis, aber es wäre auch nicht schlecht, wenn wir da noch etwas drauflegen könnten.“