
Woche im Spiegel für den Buchhandel
Im heute erscheinenden Spiegel wirbt Libri mit einer einseitigen Anzeige und dem Slogan „Gut, dass meine Buchhandlung online ist“ für den stationären Buchhandel. „Ich lese viel und lese gern, ganz gleich ob Bücher oder eBooks. Mein Lieblingsbuchhandlung hat alles und inspiriert mich immer wieder“, heißt es in einem Zitat weiter.
Die Hintergründe zur Werbekampagne erläutert Truels Dentler, Marketingleiter von Libri, hier im Interview.
Herr Dentler, was hat Sie bzw. Libri zu dieser Anzeige bewogen?
Mit der Spiegel Anzeige möchte Libri ein klares partnerschaftliches Bekenntnis zum stationären Buchhandel abgeben. Den Spiegel-Leser weisen wir zum einen auf das vielfältige Online-Angebot der örtlichen Buchhandlungen hin und zum anderen auch auf deren Kompetenz im Digital-Geschäft – der ganze Buchhandel eben.
Glauben Sie, dass die Leser zu wenig von dem Online-Angebot der Buchhandlungen wissen?
Für die großen Filialisten wird der Bekanntheitsgrad des jeweiligen Online-Angebotes sicher kein Problem darstellen. Bei den kleinen und mittelgroßen Buchhandlungen sehen wir aber noch Potential. Oft ist den Kunden gar nicht klar, was für ein leistungsstarkes Angebot – zum Beispiel in Bezug auf das große Sortiment oder die Lieferqualität – sich hinter dem Online-Auftritt ihrer Lieblingsbuchhandlung verbirgt.
Sie verweisen in der Anzeige auch auf die Buy Local Bewegung und die „Vorsicht Buch!“ Kampagne…

Ja, denn wir möchten diese beiden Aktionen fördern und bieten daher über die Anzeige eine weitere Plattform, um Ihren Bekanntheitsgrad auch abseits der Buchbranche zu steigern.
Aber Spiegel-Leser sind vielleicht nicht unbedingt die Menschen, die auch die „Vorsicht Buch!“ Kampagne ansprechen soll, oder? Warum haben Sie sich für eine Anzeige gerade im Spiegel entschieden?
Wir haben uns für den Spiegel entschieden, weil das Nachrichten-Magazin sehr auflagenstark ist (nach eigenen Aussagen werden im Durchschnitt ca. 900.000 Exemplare je Woche verkauft) und es eine breit gefächerte Leserschaft anspricht. Und ganz banal: In jedem Wartezimmer ist der Spiegel immer unter den begehrtesten Magazinen.
Wird Libri sich ansonsten noch weiter in die Vorsicht Buch Kampagne einbringen?
Das tun wir bereits. Wir unterstützen die Kampagne zum Beispiel dadurch, dass wir eine Aktionsseite in alle Online-Shops unserer Partnerbuchhandlungen eingebunden haben.
Sie werben in der Anzeige für den E-Reader von Sony. Stellt dieser eine wirkliche Alternative zum Kindle dar?
Der Reader von Sony ist ein sehr hochwertiges Gerät, das mit allen relevanten Geräten am Markt mühelos konkurrieren kann. Er ist wiederholter Testsieger bei namenhaften Reader-Vergleichen, und er bietet unseren Kunden die Möglichkeit, E-Books mit dem eigenen Reader-Shop direkt auf dem Reader zu verkaufen, wenn der Leser das möchte. Andernfalls stehen alle denkbaren Einkaufsorte für diesen „offenen“ Reader zur Verfügung.