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Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und „tolles Ding“ und steigt DTV bei Suhrkamp ein?

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

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Frankfurter Rundschau

„Sanfte Kampfschrift“: Direkte Aktion kann am ehesten „als Mischung aus historischem Abriss und Kampfschrift bezeichnen, wäre da nicht dieser itrritierend einladende, fast sanfte Ton“.
David Graeber, Direkte Aktion (Edition Nautilus)

„Bullen, Bomben, Behutsamkeit“: Drei neue Comics:
„Ein echter Kerl auf Rachefeldzug“: Aus „prägnanten, knappen und harten Bildern“ hat Cooke „ein kleines Meisterwerk geschaffen“.
Darwyn Cooke, Parker (Eichborn)

„Der Massenmörder von Milwaukee“: Ein „behutsam erzähltes und gezeichnetes Stück Erinnerungsarbeit“ über den Schulfreund Jeffrey Dahmer, der später zum „Milwaukee Monster“ wurde.
Derf Beckderf, Mein Freund Dahmer (Metrolit}

„Dschungelkrieg und Todesblei“: „Das Beste aus Amerika und Europa; ein tolles Ding, so locker und leicht geschlagen, das schwimmt sogar im Badesee.“
Jiro Taniguchi, M.A.T., Enemigo (Schreiber & Leser)

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Auf einen Eierlikör mit Angela Merkel“: Feldenkirchens Roman über eine verhängnisvolle Affäre aus dem Berliner Politikbetrieb hat als „Heimatroman und als Satire (…) durchaus seine Meriten“ – ein „feines literarisch-politisches Kabinettstückchen“.
Markus Feldenkirchen, Keine Experimente (Kein & Aber)

„Paradiese seich verwässert“: Heise versucht sich an der „dichterischen Renaissance der Elegie“, leider gehen auch „die wenig ambitionierten Entwürfe in einem seichten Geplätscher unter“
Hans-Jürgen Heise, Elegie in Dur. Scherzi und andere Gedichte 1949-2013 (Verlag Ralf Liebe)

„Ein Zeitalter in einer Person“: Ein „informierter Beobachter“ auf „intellektuellem Streifzug durch das Zeitalter eines toten Dichters“.
Wolfgang Günter Lerch, Poesie und Geschichte. Über den türkischen Autor Yayha Kemal Beyatli. (Verlag Allitera)

Sachbücher in Kürze
– „Kunstreisender“: Walter Grasskamp, Kasper König (Verlag der Buchhandlung Walther König)
– „Wissenschaftsreformer“: René Descartes, Entwurf der Methode. Mit der Dioptrik, den Meteorien und der Geometrie (Felix Meiner Verlag)
– „Volksmusikant“: Karl Müller, Wastl Fanderl. Volkskultur im Wandel der Zeit (Otto Müller Verlag)

„Suhrkamp in Siegerlaune“: „Geschäftsführung bestärkt, Barlach weiter unter Druck“

Die Welt

„Niederlage für Barlach gegen Suhrkamp-Chefin“: Das Landgericht Berlin wies am Donnerstag im Eilverfahren Barlachs Antrag zurück, der Geschäftsführung die weitere Leitung des Verlages zu untersagen.

Krekeler killt
„Schlagring ins Hirn“: „Stokoe ist ein gnadenloser Autor“ und „seltsam menschenfreundlich“. „Empty Mile ist mit dem Schlagring in Hirn, Herz und Bauch geschrieben.“
Matthew Stokoe, Empty Mile (Arche)

Süddeutsche Zeitung

„Die Chiffre“: Inka Mülder-Bach führt in einer kleinen Serie in Musils Der Mann ohne Eigenschaften ein.

„Kampfeswille oder Verzweiflung“: Erneute Niederlage für Hans Barlach im Kampf um die Vormacht bei Suhrkamp – mit dem Gerücht, dass der dtv bei Suhrkamp einsteigen könnte.
(Inzwischen – Freitag nachmittag – ist es offiziell:
„Die Gesellschafter des Deutschen Taschenbuch Verlags haben zusammen mit dem dtv den Gesellschaftern* von Suhrkamp Interesse an der Übernahme einer Beteiligung signalisiert. Mit einer Beteiligung der familiengeführten, unabhängigen Verlage ist intendiert, Suhrkamp operativ zu stärken, die Unabhängigkeit langfristig zu sichern und in den sich rapide verändernden Marktbedingungen gemeinsame Synergien zu verwirklichen.“

*(das sind die Ganske Gruppe (u.a. Hoffmann und Campe, Gräfe und Unzer), C.H. Beck, Hanser und Oetinger)

„Der Fluss und die Wüste“: Das „lose wirkende, wenn auch Streng komponierte Muster“ ermöglicht „Themenvielfalt und Deutungsreichtum“. Dem Roman fehlt allerdings „die Spannung durchs Disparate“.
Norbert Gstrein, Eine Ahnung von Anfang (Carl Hanser)

„Leben als Denkspiel“: Ein „prächtiger“ und „aufwendig gestalteter Bildband“ über Ludwig Wittgenstein.
Michael Nedo (Hrsg.), Ludwig Wittgenstein. Ein biographisches Album (C. H. Beck)

„Hinkefuß“: Beim seinem „dritten Barcelona-Schmöker“ scheint „der Autor selbst seines Stoffes schon ein wenig überdrüssig geworden“ – „Allenfalls das erste Viertel des Romans (…) hat so etwas wie Flair und erzählerischen Witz.“ Am spannendsten bleibt letzlich die Frage, „ob immer noch Millionen von Lesern die Fortsetzung herbeisehnen werden – oder eher nicht“.
Carlos Ruiz Zafón, Der gefangene des Himmels (S. Fischer)

„Im Licht der Laterna Magica“: Die Erinnerungen der politischen Journalistin Barbara Coudenhove-Kalergi
Barbara Coudenhove-Kalergi, Zuhause ist überall. Erinnerungen (Zsolnay)

„Wilhelm-Busch-Preis für Franziska Becker“: Die Zeichnerin Franziska Becker erhält den mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm-Busch-Preis.

Kinder- und Jugendliteratur
„Was geschieht, wenn Menschen die grüne Bühne verlassen“: Die Geschichte „taugt zum Klassiker, ohne darauf spukulieren zu können, je zu einem Lieblingsbuch zu werden“.
Ted Kooser/Jon Klassen, Das Haus in den Bäumen (NordSüd)

„Die Kanalbande“: „Happy End inklusive“ bei der Jagd nach einem Alligator in Berlins Kanalisation.
Nina Weger, Ein Krokodil taucht ab (und ich hinterher) (Oetinger)

„Wie im Fiebertraum“: Ein „Märchenroman“
Antonia Michaelis, Solange die Nachtigall singt (Oetinger)

„Entführung auf ein Sklavenschiff“: The Slave Dancer von Paula Fox ist von Kai Kilian neu übersetzt worden.
Paula Fox, Jessies Melodie (Boje)

Taschenbücher
Salah Naoura: Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums (Beltz & Gelberg)

Alice Pantermüller: Bendix Brodersen – Angsthasen erleben keine Abenteuer (Arena)

Und die Laudatio zur Verleihung des Internationalen James Krüss Preises an Joke van Leeuwen [mehr…], gehalten von Sybil Gräfin Schönfeldt.

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