Drei der großen fünf US-Verlage, Hachette, HarperCollins, und Simon & Schuster, haben nach Informationen des Internetportals TheVerge.com einen Vergleich geschlossen und sind bereit 69 Mio. Dollar an die Käufer von E-Books zu zahlen. Sie wenden damit einen drohenden Prozess wegen illegaler Preisabsprachen ab, den die Staatsanwaltschaft in Connecticut eingeleitet hatte.
Die Staatsanwaltschaft hatte E-Book-Plattformen und Verlage verklagt, weil bekannt geworden war, dass Apple Verlage dazu gedrängt hatte, Preise für ihre E-Books festzusetzen, um dann 30 Prozent einbehalten zu können. Verbunden damit war auch eine Meistbegünstigungsklausel, so dass auch andere Plattformen die E-Books nicht hätten billiger anbieten können. De facto wäre es zu einer Art Preisbindung gekommen. Nicht beteiligt an dem Vergleich zu diesem sogenannten Agenturmodell sind Apple, Macmillan und Penguin. Diese Unternehmen wollen weiter vor Gericht kämpfen. Die Einigung soll 30 Tage nach Prüfung durch einen Bundesrichter in New York in Kraft treten. Die drei Verlage, die sich nun verglichen haben, haben sich auch verpflichtet, keine weiteren Verträge nach dem Agenturmodell mehr zu schließen, so TheVerge.com. Teuer dürfte für die auch die Abwicklung der Rückzahlungen der Kleinstbeträge werden.
Erst Anfang August hatte das US-Justizministerium Vorschläge unterbreitet, wie in dieser Sache gegen Apple vorgegangen werden solle. Demnach hätte Apple in Zukunft auf entsprechende Verträge nach dem Agenturmodell und auf weitere Meistbegünstigungsklauseln (auch bei anderen Medienformen, wie Film und Musik) verzichten sollen. Außerdem hätte ein auf Apple ausgerichtetes Überwachungssystem installiert werden sollen. Nach anfänglichen Protesten haben drei der Verlage offenbar nun nachgegeben.







