
Der heute gesuchte Verlag wurde vor 150 Jahren in der damaligen deutschen Buchhandelsmetropole gegründet. Sein Leitspruch hieß – der Zeitstimmung entsprechend – „Rast ich, so rost ich“.
Das von dem populären Maler Julius Schnorr von Carolsfeld geschaffene Verlagssignet wurde aus dem Namen des Gründers abgeleitet und wird in heute modernisierter Form geführt. Ein aus dem Signet entwickeltes Verlagsmaskottchen steht dem Buchhandel als Dekomaterial in Form eines Türgriffschoners zur Verfügung.
„Als typisches Verlagshaus seiner Zeit“, so vermerkt eine jüngere Hausarbeit der Stuttgarter Hochschule der Medien zur Geschichte dieses Hauses, „nahm der Verlag das Kinderbuch in sein Portfolio auf, um sich bald ganz auf diesen Bereich zu spezialisieren und sich zu einem klassischen Kinder- und Jugendbuchverlag zu entwickeln, der er heute noch ist“. Nach einem zweiten Inhaberwechsel siedelte der Verlag im 16. Jahr nach seiner Gründung in eine südwestdeutsche Residenzstadt über.
Als einer der ersten neben Otto Maier und Levy & Müller schickte der gesuchte Verlag bereits Ende des 19. Jahrhunderts Vertreter mit Musterkoffern zu den Buchhandlungen und erweiterte auf diese Weise seine Vertriebsbasis. Es war einer dieser Vertreter, der nach dem Ausscheiden des dritten Inhabers den Verlag Anfang des 20. Jahrhunderts erwarb. Er war zwanzig Jahre zuvor als „Buchhalter, Hersteller und Packer in einer Person“ in den Verlag eingetreten und kannte das Geschäft aus dem Effeff.
Als Teilhaber wählte er den Inhaber einer ortsansässigen lithografischen Anstalt und stellte so den Anschluss an den sich rasch entwickelnden Farbdruck sicher. Nach dem Ersten Weltkrieg nahm er seinen Sohn in die Verlagsleitung auf. Der führte das Unternehmen bis zu dessen Verkauf vor 48 Jahren an den Vater des jetzigen Inhabers, der wiederum vor zwei Jahren seinen Sohn in die Geschäftsführung aufgenommen hat. Der letzte Inhaberwechsel brachte eine Sitzverlegung mit sich, der eine weitere an den jetzigen Verlagsort folgte.
Noch heute bringen nicht nur Experten den Verlag mit einer vor 110 Jahren erschienenen Erzählung für Kinder in Verbindung, die von einer berühmten schwedischen Illustratorin ausgestattet wurde. Nach ihr ist eine schwedische Auszeichnung für Bilder-und Kinderbücher benannt. Dieser Klassiker ist ein Markstein in der Bilderbuchgeschichte. 50 Jahre später wurde das Jugendbuch eines bekannten Filmregisseurs rasch zum Klassiker. Es ist noch heute lieferbar.
1975 wurde eine an den Verlagsnamen angelehnte Reihe für Kinder ins Leben gerufen, die zu einer eigenen Marke geworden ist. In den 80er und frühen 90er Jahren brachte der Verlag mit Erfolg Film- und Fernsehbücher heraus. 2006 wurde unter dem Namen des Verlages ein Taschenbuchverlag gegründet, der mit eigener Vorschau auftritt. Sein Programm umfasst jährlich etwa 50 Novitäten. 2009 kam es zur Gründung eines Imprints mit eigener Vorschau, für dessen spezielles Angebot der Verlag den Begriff „Junge Belletristik“ geprägt hat.
Im Jubiläumsjahr präsentiert sich der Verlag mit einem Gesamtverzeichnis und mit einer 266 Seiten umfassenden Vorschau. Das Programm ist in neun Genregruppen gegliedert.
Heinold fragt: Wie lautet der Name des Verlagsgründers (= Name des Verlages) und wo ist der heutige Sitz?
Mail mit der Lösung bitte an: heinold@buchmarkt.de