
Der spektakuläre Blick. Von Potsdam in die Welt, unter diesem Motto stellte sich am Freitagabend der h.f. ullmann Verlag im Brandenburgischen Literaturbüro in Potsdam vor. Der Andrang des Publikums war trotz des schönen Spätsommerwetters groß. Es wurde eng im Veranstaltungsaal der am Pfingstberg gelegenen Villa Quandt, die neben dem Literaturbüro auch das Fontane-Archiv beherbergt.
Mit seinen großformatigen Büchern setze der Verlag ein Zeichen gegen die „digitale Demenz“, betonte Verleger Herbert Ullmann (Foto) im Gespräch mit Hendrik Röder vom Brandenburgischen Literaturbüro. In der heutigen Zeit sei das Bedürfnis nach Information und Orientierung groß, daher biete der Verlag Bücher an, die zeitlos sind, so Ullmann. „Wir wollen Emotionen verkaufen“, sagte er. „Ein digitaler Liebesbrief ist so flach wie der Bildschirm.“
Die Bücher des mittelständischen Familienbetriebs glichen Bollwerken gegen die Digitalisierung, sagte Hendrik Röder über Titel wie Ars Sacra, Gotik, Barock und den jüngsten Band Potsdam. Kunst, Architektur und Landschaft [mehr…], der kaum auf dem Markt bereits vergriffen ist und nachgedruckt werden muss.
Die Arbeit an den großformatigen Bänden dauere mehrere Jahre und die Vorkosten lägen im siebenstelligen Bereich, verriet Ullmann. Das könne einem manchmal Kopfzerbrechen bereiten, doch wenn er dann die ersten Fotos sehe, seien alle Zweifel weggewischt. Als Erfolgsrezept nannte Ullmann den internationalen Vertrieb, der hohe Auflagen ermögliche.
Nach dem Gespräch informierten die Protagonisten der kunstgeschichtlichen Bände über ihre Arbeit: Herausgeber Rolf Toman, der Fotograf Achim Bednorz und die Kunsthistoriker Barbara Borngässer und Bruno Klein.
An einem Büchertisch auf der Terrasse der Villa zeigte die Potsdamer Buchhandlung Internationales Buch die ganze Bandbreite der Verlagsproduktion. Viele der Zuhörer griffen gleich zu und ließen sich die Bände signieren.
ml