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Heinold fragte im September nach: Loewe, Bindlach

Der Loewe Verlag wurde nach dessen eigenen Angaben am 8. April 1863 von dem Buchhändler Ferdinand Loewe gegründet. Nach der Festschrift „Hundert Jahre 1868 – 1968“ gab Ferdinand Loewe die Gründung mit einem Rundschreiben vom 8. Juni 1868 bekannt. Die Festschrift wörtlich: „So ist der 8. Juni 1868 der Gründungstag des Verlages“. Teilhaber war zunächst Ludwig Staackmann, der 1869 seine eigene Firma gründete.

Der Gründer schrieb seinen Namen in seinem ersten Rundschreiben „Löwe“, ging aber mit dem zweiten Rundschreiben zur jetzigen Schreibweise „Loewe“ über. Das heutige Verlagssignet variiert das Löwenmotiv des Malers Julius Schnoor von Carolsfeld. Es ist das fünfte im Verlauf der Verlagsgeschichte und wird seit 2004 verwendet.

Nach dem frühen Tod des Gründers im Jahre 1876 übernahm der Leipziger Buchhändler Adolf Refelshöfer den Verlag und verkaufte ihn bereits 1879 an den Verlagsbuchhändler Wilhelm Effenberger, der den Sitz sofort nach Stuttgart verlegte. Effenberger verkaufte das Unternehmen 1901 an seinen langjährigen Mitarbeiter Ferdinand Carl, der u.a. als Vertreter für den Loewe Verlag das Sortiment bereist hatte und deshalb vorzügliche Verbindungen zum Buchhandel hatte.

Enger Kooperationspartner und zeitweise auch Mitgesellschafter von Ferdinand Carl war die Stuttgarter Lithographische Anstalt Gatternicht. Ferdinand Carls Sohn Fritz Carl trat 1920 in die Verlagsleitung ein, führte das Unternehmen bis 1965 und verkaufte es dann an Adolf Gondrom in Bayreuth. Dieser siedelte den Verlag in Bayreuth an und berief seinen Sohn Volker Gondrom in die Geschäftsleitung, der wiederum im April 2011 seinen Sohn aus zweiter Ehe Christoph Gondrom in die Geschäftsführung aufnahm. Damit ist bereits die dritte Generation der Familie Gondrom im Verlag aktiv. 1985 wurde das in unmittelbarer Nachbarschaft von Bayreuth liegende Bindlach Sitz des Verlages.

Der Bilderbuchklassiker, der den damaligen „Loewes Verlag Ferdinand Carl“ weithin bekannt machte, war Else Beskows Hänschen im Blaubeerwald. 1953 avancierte Gepäckschein 666 von Alfred Weidemann zum Kinderbuchklassiker, der bis heute lieferbar ist. Ein wichtiger Meilenstein in der Verlagsgeschichte war 1975 die Gründung der Reihe „Leselöwen“. Das Imprint „script5“, unter dem „Junge Belletristik“ verlegt wird, ist eine Innovation aus dem Jahre 2009.

Die jüngste Untersuchung zur Geschichte des Loewe Verlages wurde von Nadja Korthals als Hausarbeit im Wintersemester 2010/11 der Stuttgarter Hochschule der Medien verfasst.

Links:

www.loewe-verlag.de

www.script5.de

www.heinold-fachautor.de

Ausführliche Literaturangaben in einer Hausarbeit von Nadja Korthals

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