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Weltbild: Über 650 Mitarbeiter sind die ersten Härtefälle, weitere 2200 Jobs sind gefährdet

Die Krise bei Weltbild wird jetzt bittere Realität für die ersten Mitarbeiter: Mehr als 650 Angestellte sollen das Unternehmen verlassen und in eine Auffanggesellschaft wechseln. Wer aber das Unternehmen verlassen soll, das soll erst morgen bekannt werden. Heute war dazu die Betriebsversammlung: Wer gehen muss, weiß es erst, wenn ihm der Briefumschlag mit der Kündigung überreicht werden wird.

Wie die Süddeutsche Zeitung erfahren hat, sollen zudem mehrere Filialen geschlossen werden. Nach Bericht der SZ sollen exakt 656 Mitarbeiter in eine Auffanggesellschaft wechseln. Mit diesem Schritt wolle der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz die Grundlage für die Rettung des Unternehmens schaffen. Insgesamt werden aber wohl weit über 2200 Beschäftigte der Weltbild-Mutter direkt von der Insolvenz betroffen sein. Und weitere 1400 Mitarbeiter in den Filialen müssen ebenfalls um ihre Jobs fürchten, auch wenn die Filialen noch unter einem Schutzschirmverfahren betrieben werden. Der Insolvenzverwalter hat wenig Hoffnung, dass es ohne Schließungen geht; erst im April wisse man mehr.

Die Stimmung im Ausgburg ist auf dem Nullpunkt: Schon jetzt haben über 200 Mitarbeiter das Unternehmen seit dem Insolvenzantrag durch Eigenkündigung verlassen, dazu wird auch im Führungsbereich weiter Personal abgebaut, die Führungsmannschaft sei „größtenteils ausgetauscht“.

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