Die Verlegerin Karin Kramer ist tot. Sie starb am vergangenen Donnerstag in Berlin an den Folgen einer schweren Krebserkrankung.
Der Karin Kramer Verlag, den sie mit Ehemann Bernd führte, stand in den 70er und 80er Jahren wie kein anderer „für das libertäre Erbe der 68er Bewegung, für die Utopie jenseits von Staatssozialismus oder Sozialdekokrtie“, so ihr Autor Karsten Krampitz in einem Nachruf.
Im Programm waren Autoren wie Bakunin, Kropotkin, Landauer, Mühsam. Mit Ein amerikanisches Gebet von Doors-Sänger Jim Morrison gelang dem Verlag ein veritabler Bestseller.
Angefangen hat alles mit der Herausgabe der Zeitung linkeck, dem Blatt, das nach der gleichnamigen WG benannt wurde, in der Karin und Bernd Kramer damals lebten. Neben anarchistischen und linksradikalen Schriften und Werken publizierte der Verlag auch Titel zu Kunst, Stadtgeschichte, Literatur und Lyrik.
Till Opitz: „Die große gemeinsame Öffentlichkeit kommt so nicht zurück“
Der Journalist Till Opitz beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit sozialem und medialem Wandel und constructive journalism. Sein Wissen gibt er als praxisorientierter Trainer und Ausbilder weiter, so auch bei der diesjährigen