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Ludwig Könemann mit bestechender App-Idee: Noten per Crowdpublishing

Ludwig Könemann hat mit seinem Kölner Entwicklungsteam neue Konzepte zur Nutzung seiner weltweiten Kontakte und seines großen Verlagsarchivs entwckelt. Er arbeitet „an einer Art bezahltem Wiki“, dessen erste Produkte etwa in sechs bis acht Wochen auf den Markt kommen sollen.

Das erste Projekt wird eine Noten-App sein, die uns beeindruckt hat. Aber dahinter steckt noch mehr – und dafür sucht er auch Investoren – was Anlass war für Fragen an den Mann, dessen Spezialität nach wie vor „hochwertige Bücher zu unschlagbaren Preisen“ (Könemann über Könemann) ist und der immer wieder revolutionäre Ideen hat [mehr…].

Du hast Großes vor – was ich auf Deiner noch verschlüsselten Webseite www.koenemann.com sehen konnte, hat das Potential erneut den Markt zu revolutionieren.

Ludwig Könemann: „Es wäre eine Schande, die fast unbegrenzten Möglichkeiten
der Neuen Medien ungenutzt liegen zu lassen“

Ludwig Könemann: Untertreib bitte nicht so – eine App, in der ich mein gesamtes Klaviernotenwerk von über 18.000 Seiten für weniger als 15 Euro zugänglich mache, das halte ich für mehr als nur eine Sensation.

Mich hat beeindruckt, wie die Suchfunktion fuktioniert.

Ja, es ist beeindruckend, was die Technik eines Tablet da leisen kann; das ist tatsächlich von der Größe und der hervorragenden Auflösung her einladend gerade für die Klavierliteratur. Die Noten sind von gestochen scharfer Qualität und die Suche geht ganz einfach entweder über Text oder über das Anspielen der Musik.

Ich kann mr die Menge nicht so recht vorstellen – was verbirgt sich denn nun hinter 18.000 Seiten Noten?

Das bedeutet, Du hast für 150 Bände in der Westentasche, für etwa 15 €, also 0,0008 Euro pro Seite; und auf ein Smartphone passen die auch. Weitere Noten folgen natürlich, auch in der Könemann Qualität. In den Kreisen der wenigen Musiker, die das Programm bisher gesehen haben, wird in der Tat frohlockt. Vielleicht ist es auch eine kleine Revolution. Es wäre aber auch eine Schande, die fast unbegrenzten Möglichkeiten der Neuen Medien ungenutzt liegen zu lassen.

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Du hast aber viel mehr vor. Ich habe auf der Deiner Webseite gesehen, dass Noten nur der geringste Teil Deiner neuen Projekte sind.

Ja, wir wolle unser Crowdpublishing – Konzept mit unserem bisherigem Material auch auf Architektur, Sprache, Reisen, Essen und Trinken ausweiten, auf alle die Gebiete, die wir früher auch gemacht haben. Das wird eine ganze Bibliothek.

Was heißt denn „Crowdpublishing“, und wie soll dieses Programm realisiert werden?

Ein Großteil i s t bereits realisiert. Und zu Crowd Publishling: Crowdies realisieren nach klaren Vorgaben und unter editorischer Kontrolle große Inhalte. Appies setzen diese in sehr intelligente elektronische Produkte um. Sehr häufig benutzen wir das Internet auch, um Inhalte zu erstellen die hinterher als gedrucktes Buch erscheinen. Da gibt es z. B. ein 600 seitiges Buch über die Kölner Südstadt oder eine Enzyklopädie der Frisuren. Die Möglichkeiten sind relativ grenzenlos. Das ist sehr reizvoll. Obwohl vieles in den elektronischen Markt geht: Es wird mehr Bücher von uns geben als früher.

Große Pläne, die, wie ich Dich kenne, wieder zu einem weltumspannenden Verlagskonzept reifen sollen. Aber wie finanzierst Du das?

Die Programmierungen sind ausgetüftelt und nicht gerade billig. Sonst hält sich alles zumindest im Rahmen. Ein schneller positiver Cash Flow ist da nicht unrealistisch. Die Firma könnte in der Tat sehr schnell relativ groß werden und dann vielleicht eine entsprechende Organisation erfordern. Eine Aufgabe, die ich vielleicht nicht alleine stemmen möchte oder sollte. Ein größerer Investor an der Seite, der auch das Tagesgeschäft abbilden kann, wäre aber eine durchaus willkommene Option.

Wie könnte der Dich erreichen?

Ludwig.koenemann@koenemann.com

Die Fragen stellte Christian von Zittwitz

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