Kunstausstellungen werden immer mehr zum Event. Nicht wenige, die den Museumsbesuch zum Anlass einer Städtereise nehmen. Eine kleine Auswahl an Möglichkeiten für die kommenden Monate – und die passenden Bücher dazu – präsentieren wir in der Mai-Ausgabe von BuchMarkt. Einen Auszug daraus lesen hier:

Museen lassen sich heute eine Menge einfallen, um Publikum in ihre Hallen zu locken. Viele haben in den vergangenen Jahren modernisiert, für mehr Barrierefreiheit gesorgt, die Shops neu aufgestellt und die Cafés verschönert. Auf den Websites lassen sich Apps downloaden mit Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Exponaten, und die in Kürze wieder in vielen Städten stattfindende Nacht der Museen baut weitere Hemmschwellen ab.
So werden Ausstellungen heute nicht selten als Anlass genommen, einen Wochenendtrip zu planen – wenn mit großem Besucherandrang zu rechnen ist, lässt sich das Eintrittsticket zu einer bestimmten Zeit im Voraus online erwerben. Und die Bahn bietet einen „Kulturtarif“ für die Anreise. Alles Argumente, sich den Kunstkalender für die kommenden Monate anzusehen. Denn mit dem entsprechenden Katalog lässt sich der Ausflug entspannt vorbereiten, zumal die Preisabstände zwischen Museums- und Buchhandelsausgabe im Schnitt gesunken sind. Dazu noch ein Reiseführer und eine passende Biografie, und der Ausflug kann beginnen.
Frankfurt
bis 15. Juni 2014 im Städel Museum: „Emil Nolde Retrospektive“
Zu sehen sind rund 140 Arbeiten des Expressionisten. „Kaum ein anderer Künstler der klassischen Moderne ist so vielfach besprochen und in deutschen Museen so allgegenwärtig wie Emil Nolde. Die Retrospektive wird anhand aktueller Forschungsergebnisse einen frischen Blick auf einen der bekanntesten Künstler werfen, in dessen OEuvre es noch vieles neu zu entdecken gibt“, versprach Dr. Felix Krämer, Kurator der Ausstellung und Leiter der Sammlung Kunst der Moderne im Städel Museum, zur Eröffnung. Der Katalog ist bei Prestel erschienen. Eine Biographie von Kirsten Jüngling gibt es bei Propyläen, einen leichteren Einstieg verschafft ein Band aus der Reihe Junge Kunst bei Klinkhardt & Biermann.
München
bis 24. August 2014 in der Pinakothek der Moderne: „Menschen vor Flusslandschaft. August Sander und die Fotografie der Gegenwart aus der Sammlung Lothar Schirmer“
Für Fotografie-Interessierte ein lohnenswerter Ausflug: 80 Arbeiten von August Sander gehören zur Sammlung, zu sehen sind aber auch Werke zeitgenössischer Künstler wie Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Cindy Sherman, Thomas Struth und Jeff Wall, ergänzt durch eine seltene Gruppe früher Berlin-Fotografien von Heinrich Zille. Im Verlag Schirmer Mosel gibt es den Katalog, außerdem den Band Warum Photographie als Kunst so bedeutend ist wie nie zuvor von Michael Fried. Lektüre für unterwegs: Drei Bauern auf dem Weg zum Tanz (S. Fischer) von Richard Powers – darin recherchiert der Held die Hintergründe einer Fotografie Sanders von drei Bauern im Westerwald.
Weitere Ausstellungen und Veranstaltungen in anderen Städten und die entsprechenden Publikationen finden Sie im kompletten Artikel im Special „Kunst, Architektur und Wohnen“ der Maiausgabe von BuchMarkt. Ebenfalls im Heft: der Schwerpunkt „Kalender“ informiert Sie über die neuesten Trends im Segment. Sie haben noch kein Abonnement? Hier geht es zu unseren Angeboten