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Droht Weltbild-Gruppe jetzt die Zerschlagung?

Eigentlich sollte am 30 Juni mit Weltbild alles unter Dach und Fach sein – die Presse feierte bereits den guten Ausgang dieser Insolvenz (allein buchmarkt.de hatte daran gezweifelt [mehr…]): Das Engagement der Private-Equity-Firma Paragon beim insolventen Weltbild-Verlag sei auf gutem Wege, hieß es. Dann kam die Meldung, alles sei bis Ende Juli aufgeschoben [mehr…]. Nun sieht wieder alles ganz anders aus.

Denn nach Informationen des manager magazins drohe dem insolventen Verlagshaus nun doch die Zerschlagung, meldet eben der Spiegel

„Morgen wollen sie noch einmal mit einander reden, Weltbild-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und die Paragon Gesellschafter Edin Hadziz und Krischan von Möller. In einer letzten Runde, die in Augsburg stattfinden wird, soll noch einmal um die Konditionen gefeilscht werden, unter denen die Private Equity-Leute bereit wären, das insolvente Verlagshaus als Ganzes zu retten und fortzuführen“, schreibt mm-Redakteur Dietmar Palan.

Es könnte aber auch darauf hinauslaufen, daß das Ende des Sanierungsprojektes verkündet wird, bevor es richtig angelaufen ist. Paragon wollte keine Stellung nehmen. Denn die Gespräche haben sich an zwei Hindernissen festgefahren, meldet der Spiegel: Paragon will, dass von den derzeit noch 1250 Beschäftigten der Weltbild-Gruppe weitere 150 in die von der katholischen Kirche finanzierte Transfergesellschaft wechseln. Und drängt weiter darauf, dass Filialen, deren Mietverträge bereits gekündigt sind oder in den kommenden Monaten gekündigt werden, endgültig vom Markt verschwinden. So soll das Netz von derzeit 167 Niederlassungen auf weniger als 130 Filialen eingedampft werden.

Ohne diese Maßnahmen, so argumentiere Paragon, habe das Unternehmen keine zukunftsfähige Kostenstruktur. Damit wärde auch die Grundlage für 20 Millionen Euro frisches Paragon-Kapital hinfällig.

Außerdem „verbrennt Weltbild noch immer Geld“, nach Insiderschätzungen derzeit rund fünf Millionen Euro pro Monat. Lange wird der Zustand nicht mehr verkraften sein. Sollte es morgen zu keiner Einigung kommen, wird Geiwitz das Unternehmen wohl in seinen Einzelteile verkaufen müssen.

Weiterlesen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/weltbild-trotz-investor-droht-verlag-die-zerschlagung-a-979898.html

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