Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass ist tot. Er starb heute 87jährig in Lübeck an den Folgen einer Infektion.
Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr geboren und erlangte Bedeutung nicht allein als Schriftsteller, sondern auch als Bildhauer, Maler und Grafiker. Grass war Mitglied der Gruppe 47 und ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur – für Die Blechtrommel, sein erster Roman, mit dem ihm 1959 der literarische Durchbruch gelang. Und der Start einer Weltkarriere.
Sein umfangreiches Werk ist in alle Weltsprachen übersetzt worden. Neben Romanen und Theaterstücken schrieb Grass auch Gedichte, die er mit eigenen Bildern und Zeichnungen versah. Vielfach nutzte Grass seine Popularität, um die SPD zu unterstützen. Am 4. April 2012 löste sein in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichtes Prosagedicht „Was gesagt werden muss“ eine breite mediale Diskussion aus – am 8. April 2012 erklärte die israelische Regierung Grass zur Persona non grata und verhängte ein Einreiseverbot.
Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, zum Tod von Günter Grass: „Mit Günter Grass verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands, der mit seinem literarischen Werk weltweit Zeichen gesetzt hat. Er war ein streitbarer Geist und hat in den politischen Debatten stets Position bezogen. Damit gab er der deutschen Literatur in der Gesellschaft eine wirkmächtige Stimme. Wir werden ihn sehr vermissen.“
Wichtige Romane, Novellen und Erzählungen:
Danziger Trilogie mit Die Blechtrommel, Katz und Maus und Hundejahre.
örtlich betäubt.
Aus dem Tagebuch einer Schnecke
Der Butt
Das Treffen in Telgte
Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus
Die Rättin
Unkenrufe
Ein weites Feld
Mein Jahrhundert
Im Krebsgang
Beim Häuten der Zwiebel
Die Box
Unterwegs von Deutschland nach Deutschland. Tagebuch 1990
Grimms Wörter
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