Markus Naegele, Programmleiter bei Heyne Hardcore, hatte lange ein Geheimnis aus dem musikalischen „Special-Surprise-Act“ gemacht. Undenkbar, hätte es sich herumgesprochen, dass Jesper Munk, der zurzeit wohl gefragteste Blues-Rocker Deutschlands das relativ kleine Lokal für die Hardcore Night rockt.
Die Gäste erlebten nicht nur ein phantastisches Club-Konzert, sondern so manche weitere Überraschung. Autor Dirk Bernemann las harte Passagen aus seinen Heyne-Hardcore Lieblingsbüchern vor, u.a. aus Laura Gustafssons „Die Hure“. Heyne Hardcore LektorTim Müller stellte einigen verblüfften Quizteilnehmern auf der Bühne (u.a. Wulf Dorn) knifflige Fragen nach Schlagzeugern.
Einen besonderen Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag eines bislang unveröffentlichten Briefs Klaus Kinskis von 1990 an den Verleger des Heyne Verlags: „Wir können nur sagen, ‚Gott sei Dank‘ ist es das letzte Paket meines Textes, das ich zurückzukorrigieren (Unterstreichung von K.K.) habe, nachdem dieser Herr ‚Lektor‘ es mit seinen unsinnigen ‚Verbesserungen‘ verhunzt hat. Ich bin jetzt wirklich gereizt und empfinde es als eine Provozierung! Nie zuvor in meinem Leben (nicht einmal in der bekloppten Schule) hat jemand es gewagt, meine Worte zu verfälschen, zu verleumden, wegzulassen oder durch andere dümmliche zu ersetzen.“ Es folgt eine brillante Analyse Kinskis einiger Verschlimmbesserungen in seiner Autobiographie des nicht namentlich genannten Lektors, die den Gästen Freudentränen in die Augen trieb. nb