
„Ein Abend, zwei Buchvorstellungen“ – unter diesem Motto läutete der Berliner Verlag Metrolit gestern Abend den literarischen Herbst ein. Auf dem Programm standen Lesungen der beiden Autorinnen Anne Kanis und Ivana Jeissings.
Rund 30 Buchhändler waren an diesem heißen Abend der Einladung in das französische Restaurant La Cantine d’Augusta in Schöneberg gefolgt, um die Autorinnen und ihre neuen Bücher kennenzulernen, die im Juli bzw. August erscheinen.
Sowohl in Nichts als ein Garten von Anne Kanis als auch in Ivana Jeissings Debütroman Wintersonnen werde eine Familiengeschichte erzählt, betonte Verleger Peter Graf (Foto). „Und in beiden Büchern spielt ein Garten eine entscheidende Rolle.“ Da seien viele Parallelen, doch es gebe beinahe so viele verschiedene Gärten wie Menschen. „Jede Familiengeschichte ist anders und auch die Suche nach einem angemessenen Platz in der Welt, nach Glück und Geborgenheit, verläuft höchst unterschiedlich.“ Bis zur Buchmesse werden insgesamt acht Titel erscheinen.
Bei anregenden Gesprächen, gutem Wein und französischen Häppchen konnte auch das plötzlich einsetzende Gewitter der guten Stimmung nichts anhaben. Es wurde noch lange gefeiert und Peter Graf nutzte die Gelegenheit, den Buchhändlern von seiner Begeisterung für Charles Haldemans bereits erschienenem Roman Der Sonnenwächter zu erzählen: „Eine Wiederentdeckung, die gerade in der Presse gefeiert wird und derzeit auf Platz 2 der SWR-Bestenliste steht.“
ml