
Heute begeben wir uns auf literarisches Glatteis, indem wir nach dem deutschen Titel eines Bandes mit Gedichten suchen, die – ursprünglich für Kinder geschrieben – um ein Tier aus der Familie der Carnivora kreisen.
Autor ist ein Nobelpreisträger, der hauptberuflich als Berater und Leiter eines bedeutenden Verlagshauses tätig war und als Dramatiker berühmt wurde.
Der gesuchte Gedichtband erschien erst nach seinem Tod in deutscher Übersetzung als Gemeinschaftswerk bedeutender Persönlichkeiten, und zwar von zwei Frauen und sieben Männern, die jeweils eine oder mehrere Nachdichtungen der 15 Gedichte beigesteuert haben. Zwei davon – und deshalb suchen wir danach – waren bedeutende Verleger.
Das Eingangsgedicht wurde von einem Autor ins Deutsche übertragen, der einerseits als Satiriker, andererseits als Autor höchst erfolgreicher Kinderbücher hervorgetreten ist.
Eine der beiden übersetzenden Damen stammte aus einer Familie mit zahlreichen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, deren Geschichte ihr Neffe – hinwiederum Sohn einer bekannten Autorin – aufgezeichnet hat. Sie war von Beruf Schauspielerin und lebte kurzzeitig mit einem später berühmt werdenden deutschen Dramatiker zusammen, der in dem Band auch mit einer Nachdichtung vertreten ist. In erster Ehe heiratete sie einen Millionär und Musikwissenschaftler, der das Werk eines bedeutenden Vertreters der Wiener Klassik in einem nach ihm selbst benannten Verzeichnis erfasste. In zweiter Ehe heiratete sie einen norddeutschen Bauernsohn, der ein wichtiger deutscher Verleger war und in dem gesuchten Buch mit zwei Nachdichtungen vertreten ist. Auch sein Nachfolger, unter dem der Verlag zur Legende wurde, ist mit einer Nachdichtung vertreten.
Nun haben wir schon fünf der an dem Werk beteiligten Übersetzer. Die zweite in dem Band vertretene Dame war eine österreichisch-englische Gräfin, die u.a. die Dramen des Nobelpreisträgers, nach dessen Gedichtband wir suchen, ins Deutsche übertragen hat.
Mit gleich vier Nachdichtungen ist ein deutscher Autor vertreten, der sowohl als Erneuerer des evangelischen Kirchenliedes wie als Übersetzer klassischer Werke aus der griechischen und römischen Antike bekanntgeworden ist. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert hat er Pate bei der Gründung einer Zeitschrift gestanden, aus der ein nach ihr benannter Verlag hervorging, der 1963 von dem erwähnten legendären Verleger erworben und weitergeführt wurde und mit dessen Namen eine ganze Verlagskultur bezeichnet wird.
Nur zwei der Beiträger waren in allererster Linie als Übersetzer tätig, der eine davon war der Sohn eines namhaften Journalisten und Essayisten. Mit ihm schließt sich der Kreis, denn er hat das Buch angeregt, nach dem wir suchen. Notabene: Es enthält auch die englischen Texte.
Eine kleine Hilfe: Das englische Original wurde nach dem Tode des Autors in ergänzter und völlig überarbeiteter Fassung zur Vorlage für eines der erfolgreichsten musikalischen Bühnenwerke der letzten Jahrzehnte.
Heinold fragt: Wie lautet der Titel des 1972 zum erstenmal in deutscher Fassung erschienen Gedichtbandes?
Bitte mailen Sie Ihre Lösung an: heinold@buchmarkt.de. Unter den Einsendungen verlosen wir ein Exemplar Bücher und Buchhändler von Wolfgang E. Heinold. Einsendeschluss ist der 14. September 2015.