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Ehrendoktorwürde der Universität Basel für Stroemfeld-Verleger KD Wolff

Stroemfeld-Verleger KD Wolff ist mit de Ehrendoktorwürde der Universität Basel ausgezeichnet worden. Wolff habe dazu beigetragen, „die tief greifende gesellschaftliche Erneuerung der letzten Jahrzehnte mitzugestalten“, heißt es in der Begründung.

Festliche Verleihung der Ehrendoktorwürde an KD Wolff (M.)
Foto: (c) Ute Schendel

Verliehen wurde die Ehrendoktorwürde an KD Wolff durch die Philosophisch-Historische Fakultät. Mit dem Verlag Stroemfeld/Roter Stern, der in Frankfurt am Main und in Basel ansässig ist, habe er dazu beigetragen, die tief greifende gesellschaftliche Erneuerung der letzten Jahrzehnte mitzugestalten er habe mit „seiner verlegerischen Arbeit die geisteswissenschaftlichen Debatten in den Bereichen der Editionswissenschaft, des Feminismus und der Geschlechterforschung, der Filmwissenschaft, der Kultur- und Religionsphilosophie, der Literatur und der Literaturwissenschaft, der Soziologie, der Psychoanalyse und vieler weiterer Themenfelder über 45 Jahre massgeblich geprägt“, heißt es weiter.

Karl Dietrich (KD) Wolff wurde 1943 in Marburg geboren und studierte ab 1964 Jura an den Universitäten in Marburg und Freiburg im Breisgau, wo er sich in der Studentenbewegung zu engagieren begann. 1967 wurde er zum Bundesvorsitzenden des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) gewählt und zog nach Frankfurt am Main. 1970 gründete KD Wolff den Verlag Roter Stern, der 1975 die Herausgabe einer neuen historisch-kritischen Hölderlin-Ausgabe an die Hand nahm. Dabei wurde erstmals ein moderner deutschsprachiger Klassiker mit Handschriftenfaksimiles und diplomatischer Umschrift ediert. Die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe wurde beispielgebend: Inzwischen liegen unter anderem Editionen von Heinrich von Kleist, Karoline von Günderrode, Gottfried Keller (Ko-Produktion mit dem Verlag Neue Zürcher Zeitung), Georg Trakl, Franz Kafka und Robert Walser (Ko-Produktion mit dem Schwabe Verlag) vor. Seit der Gründung des Stroemfeld Verlags 1979 in Basel firmieren die Editionen unter dem Imprint Stroemfeld/Roter Stern. 2001 wurde der Stroemfeld Verlag mit dem Binding-Kulturpreis und 2007 mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet.

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