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Secession-Buchpremiere mit Deborah Feldman

Deborah Feldman

Die Probebühne des Berliner Ensembles war bis auf den letzten Platz besetzt, als Deborah Feldman gestern Abend im Gespräch mit der ARD-Journalistin Anja Bröker die deutsche Übersetzung ihre autobiografische Erzählung Unorthodox vorstellte, die jetzt im Secession Verlag erschienen ist.

Die 29-Jährige Amerikanerin, die in der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, erzählte von den sehr strengen Regeln der ultraorthodoxen jüdischen Gruppe; es gebe Kleidungsvorschriften, Sexualität sei ein Tabu, Frauen würden unterdrückt, Ehen arrangiert. Deborah Feldmans Muttersprache ist Jiddisch. Englisch gelte als verbotene, unreine Sprache. Die Autorin berichtete aber auch, wie sie den Mut fand, mit ihrem Sohn aus dieser Enge auszubrechen. „Ich habe gelernt, mir selbst zu vertrauen.“

Als Unorthodox im Februar 2012 in den Vereinigten Staaten erschien, führte der Titel schlagartig die Bestsellerliste der New York Times an und war sofort ausverkauft. Sie sei damals eine der Ersten gewesen, die die Verhältnisse in der Gemeinschaft an die Öffentlichkeit brachten, erzählte Deborah Feldman, die heute in Berlin lebt. Das habe Gleichgesinnte ermutigt, ebenfalls ihr Schweigen zu brechen.

Laura Tratnik las gestern Abend einige bewegende Passagen aus dem Buch und Deborah Feldman signierte noch lange am Büchertisch des Georg Büchner Buchladens.

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