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Umgeblättert heute: Thomas Brussigs Waschbärenwesen

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Sei fortan ein Waschbärwesen“: Thomas Brussig schreibt über ein mecklenburgisches Kaff namens Bräsenfeld und dessen jugendliche Bewohner, die sich in Waschbären verwandeln: „Brussigs Humor ist reaktionär, wogegen gar nichts zu sagen wäre, wenn daraus etwas für die Handlung folgte – und wäre es nur so etwas wie Weltekel.“
    Thomas Brussig, Die Verwandelten (Wallstein)
  • „Vom Gustl und Gigerl zum Yogi“: Christoph Poschenrieders Roman über Gustav Meyrink: „Er ist ein feines Lebensbild des Schriftstellers Meyrink, aber eigentlich eher eine Sammlung von Porträts, Anekdoten und ironischen Betrachtungen als ein richtiger Roman.“
    Christoph Poschenrieder, Der unsichtbare Roman (Diogenes)
  • „Das Gewicht der Wurst“: Giosuè Calaciura schreibt über Kinder, die in einem Milieu von „Tristesse und Gewalt“ aufwachsen und Trost beieinander finden: „Teils surrealistisch und langsam – eine Kunst bei einem derart kurzen Roman, der dennoch prall ist von Motiven, Gedanken und Themen -, mit einfacher Syntax und originellen Bildern.“
    Giosuè Calaciura, Die Kinder des Borgo Vecchio (Aufbau)

  • „Das maximale Unvorstellbare“: In seinem Roman lässt Thomas Brussig Jugendliche zu Tieren werden: „Die Verwandelten ist ein wunderbar tänzelnder Gesellschaftsroman, der austeilt, ohne allzu hässlich zu denunzieren, und kaum eine Figur, vom schwäbischen Witzereißer bis zur mecklenburgischen Frickeljournalistin, bleibt dabei ohne Geschichte.“
    Thomas Brussig, Die Verwandelten (Wallstein)
  • „‚Ich habe Angst, nicht wieder aufzustehen'“: Andrej Seuss geht der tragisch endenden Liebesgeschichte von Albert Rausch und Andreas Walser in der Pariser Bohème nach.
    Andrej Seuss, „Nur das eine, furchtbare – Andreas ist tot!“ (edition clandestin)

  • „Das Huhn oder das Ei“: Die Erzählungen der brasilianischen Mystikerin Clarice Lispector: „Der Lispector-Effekt wirkt, weil die Idee dermaßen ansteckend ist, man könnte sich selber so genau beobachten, seine Wesenszüge von Minute zu Minute zu verwandeln.“
    Clarice Lispector, Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau. Sämtliche Erzählungen I. (Penguin)
  • „Die Welt der Wünsche“: „Im klassischen Weimar galt die Großstadt als Gegenbild, dennoch wurde die Pariser Mode eifrig studiert.“
    Boris Roman Gibhardt, Vorgriffe auf das schöne Leben. Weimarer Klassik und Pariser Mode um 1800 (Wallstein)

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