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München: Christoph Poschenrieder für besten Roman des Jahres ausgezeichnet

Die traditionsreiche Kulturparty der Abendzeitung findet seit vielen Jahren im Münchner Lustspielhaus statt. Gestern Abend feierten wieder rund 250 Gäste die Höhepunkte des vergangenen Jahres. Etablierte Künstler wie Helge Schneider und Haindling wurden geehrt und unterhielten das Publikum. Newcomer kamen in den Sparten Architektur, Musik, Oper oder Kabarett zum Zug. Für den besten Roman des Jahres 2019 wurde Christoph Poschenrieder ausgezeichnet: „Der unsichtbare Roman“ heißt sein inzwischen sechstes Buch bei Diogenes. Darin greift Poschenrieder eine Anekdote aus dem Leben Gustav Meyrinks auf, der 1918 vom Auswärtigen Amt gefragt wird, ob er bereit wäre, einen Roman zu schreiben, in dem die Freimaurer beschuldigt werden, für den Ersten Weltkrieg verantwortlich zu sein.

Auch in einem Schweizer Verlag ist das Buch Nachts im Paradies (Edition Moderne) erschienen. Die Abendzeitung hat eine neue Sterne-Kategorie für Graphic Novels eingeführt. Erster Preisträger ist Frank Schmolke mit seinem Comicroman über den Taxifahrer Vincent, dessen Tochter während des Oktoberfests verschwindet. Darin zeigt Schmolke, dass München während des größten Volksfests der Welt auch die Hölle sein kann. Besonders viel Aufmerksamkeit beim Sterne-Fest bekommt jeweils das beste Kabarettprogramm des Jahres.

Preisträgerin ist Lisa Eckhart, die am Ende ihrer Danksagung und Darbietung ihr Romandebüt ankündigte: „Damit möchte ich dann bitte schön nächstes Jahr den Literatur-Stern gewinnen.“ Eckharts Roman erscheint im August unter dem Titel Omama bei Zsolnay. Trotz ihres großen Erfolgs auf den Kabarett-Bühnen möchte sie sich fortan verstärkt der Literatur widmen: „Das ist für uns alle angenehmer. Ich kann zu Hause bleiben, und die Menschen können zu Hause bleiben.“

nb

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