
In unserem Autor*innen-Special sprechen wir in dieser Woche von Montag bis Freitag mit Autorinnen und Autoren zum neuen Buch. Heute: Jan Weiler
Was wissen wir schon über unsere Eltern? Meistens viel weniger als wir denken. Und manchmal gar nichts. Und genau darum geht es im neuen Buch Der Markisenmann (Heyne) von Jan Weiler. Ein Vater-Tochter-Roman, der lustig ist und berührt. Anlass für Fragen:
BuchMarkt: Worum geht es in Ihrem neuen Buch Der Markisenmann?
Es geht um einen Mann, der Zeit mit seiner fünfzehnjährigen Tochter verbringen muss. Und um eine Tochter, die die Ferien mit ihrem Vater verbringen muss. Die beiden kennen sich allerdings noch gar nicht. Und es geht um die Geheimnisse in ihrer Familie. Außerdem müssen viertausend Markisen verkauft werden. Das ist so die grobe Handlung.
Was ist an der Beziehung der beiden Protagonisten so einzigartig und besonders?
Die Beiden kennen sich zwar nicht, sind einander aber sehr ähnlich. Das zu entdecken, hat zwischen Kindern und ihren Eltern einen gewissen Zauber. Auch wenn es sich nicht immer gut anfühlt.
Geht es denn mehr ums Erwachsenwerden oder eher ums Altern und Loslassen von alten Gewohnheiten?
Es geht um das Coming of Age, na klar. Es geht aber auch um die Bewältigung von Vergangenheit. Die Handlung richtet sich also in die Vergangenheit und in die Zukunft. In einer aufregenden Gegenwart.
Wie entstand die Idee über das Thema einen Roman zu schreiben?
Meine Tochter wünschte sich einmal von mir einen Roman, der nur für sie sein sollte. Da war sie 13. Und zack, kaum zehn Jahre später habe ich ihr den Wunsch auch schon erfüllt.
Welche Leserschaft möchten Sie mit dem Buch ansprechen?
Eine möglichst große.
Und welche Reaktionen erhoffen Sie sich?
Begeisterung, Jubel, Tränen der Rührung und lautes Lachen. Das wäre schön. Auch in dieser Reihenfolge.
Mit welchem Argument kann der Buchhändler das Buch im Laden ideal verkaufen?
Dieses Buch bietet beste Unterhaltung auf sprachlich hohem Niveau. Und es ist gut gegen Fußpilz.
Wird es eine Fortsetzung geben?
Die Geschichte ist am Ende des Buches erzählt. Glaube ich jedenfalls.
Diese 3 Wörter beschreiben das Buch perfekt:
Es ist gut.
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