Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
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heute nichts
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„Schwestern verloren“: Nahbare Gedichte, beseelte Tiere, politische Signale: Jan Wagner übersetzt die neuesten Gedichte von Margaret Atwood. Ein geniales Paar. „Es sind nahbare Gedichte. Es sind Beobachtungen von Alltäglichem. Mit den davon ausgelösten Empfindungen dürften viele Menschen etwas anfangen können. (…) Das ist keine experimentelle Lyrik, kein Avantgardismus, keine über tausend Ecken gespielte Ironie. Hier wird nicht behauptet, als Dichter müsse man ein besonders bemerkenswerter oder merkwürdiger Charakter sein – das ist angenehm angesichts der Tatsache, dass jeder zweite Mensch auf Twitter von sich selbst behauptet, ein Nerd, ein Geek, ein komischer Vogel zu sein. Es gibt kein Ausbuchstabieren der politischen Stoßrichtung. Es bleibt ein Stoßseufzer über die Welt und das Schicksal der Frau.“
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Margaret Atwood, Innigst. Dearly. Gedichte eines Lebens (Piper)
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„Ganz wahr ist es nicht, falsch erst recht nicht“: Angela Steideles so leichtfüßiger wie fundierter Roman über die Aufklärung. „Ja, leichtfüßig kommt die Aufklärung daher. Und ganz gegenwärtig. Zur Erkundung der Geschlechterverhältnisse kommen Intermezzi zu Urheberrecht, Raubkunst, Lichtverschmutzung oder öffentlicher Schmährede. Vor allem aber rückt das Werk ins Bewusstsein: Das Projekt Aufklärung ist nicht in der Vergangenheit verankert. Immer wieder aufs Neue muss bedacht und geprüft werden, was wahr und richtig ist. Darum ist dieser historische Roman, der die Aufklärung feiert und betreibt, ein Roman für unsere Zeit.“
- Angela Steidele, Aufklärung. Ein Roman (Insel)