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Joseph-Breitbach-Preis für Marion Poschmann

Marion Poschmann © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag

Die in Berlin lebende Autorin Marion Poschmann erhält in diesem Jahr den 50.000 Euro dotierten Joseph-Breitbach-Preis für ihr literarisches Gesamtwerk.

Die Jury würdigt Marion Poschmann als „eine der radikalsten Dichterinnen unserer Zeit“ und zeichnet sie für ein Gesamtwerk aus, „das für die Kunst der Dichtung neue Maßstäbe setzt. Marion Poschmanns Lyrik erkundet, ebenso wie ihre Prosa und Essayistik, was gemeinhin verborgen bleibt. In ihrer Beobachtung und Wahrnehmung der Alltagswelt entsteht eine Genauigkeit, die der Wahrheit hinter den Dingen gerecht wird, ohne das Augenscheinliche zu leugnen. Ausgehend von den unscheinbarsten Phänomenen helfen ihre poetischen Schilderungen von Umwelt und Natur, Mensch und Tier, begrenzende Illusionen aufzugeben, den subtilen Verschiebungen der Wahrnehmung zu folgen und aufzuspüren, in welcher Welt wir leben und was uns verloren zu gehen droht.“

Die Preisverleihung findet am 15. September im Theater Koblenz statt. Die Laudatio hält die Literaturkritikerin Katrin Hillgruber.

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, studierte Germanistik, Slawistik und Philosophie. Sie lebt heute in Berlin. Für ihre Prosa und Lyrik wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Peter Huchel-Preis, dem Literaturpreis der Stadt Bremen (insbesondere für ›Nimbus‹), dem Deutschen Preis für Nature Writing und dem Literaturpreis ›Wortmeldungen‹, der für kritische Kurztexte vergeben wird. Ihre Romane ›Die Sonnenposition‹ und ›Die Kieferninseln‹ standen jeweils auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.

Der Joseph-Breitbach-Preis wird von der Stiftung Joseph Breitbach und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur / Mainz verleihen. Bisherige Preisträger: Hans Boesch, Friedhelm Kemp, Brigitte Kronauer (1998); Reinhard Jirgl, Wolf Lepenies, Rainer Malkowski (1999); Ilse Aichinger, W.G. Sebald, Markus Werner (2000); Thomas Hürlimann, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff (2001); Elazar Benyoëtz, Erika Burkart, Robert Menasse (2002); Christoph Meckel, Herta Müller, Harald Weinrich (2003); Raoul Schrott (2004); Georges-Arthur Goldschmidt (2005); Wulf Kirsten (2006); Friedrich Christian Delius (2007); Marcel Beyer (2008); Ursula Krechel (2009); Michael Krüger (2010); Hans Joachim Schädlich (2011); Kurt Flasch (2012); Jenny Erpenbeck (2013); Navid Kermani (2014); Thomas Lehr (2015); Reiner Stach (2016); Dea Loher (2017); Arno Geiger (2018); Thomas Hettche (2019); Nora Bossong (2020); Karl-Heinz Ott (2021); Natascha Wodin (2022).

 

 

 

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