Am 11.10.2023 hat der geschäftsführende Vorstand der wbg einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Darmstadt aufgrund drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt.
Der Geschäftsbetrieb wird unverändert fortgeführt. Die gerichtlich bestellte vorläufige Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Julia Kappel-Gnirs (hww Hermann Wienberg Wilhelm, Frankfurt am Main) und ihr Team verschaffen sich aktuell einen Überblick, haben ihre Arbeit aufgenommen und werden die wbg neben einem bereits eingesetzten vorläufigen Gläubigerausschuss durch diese
notwendig gewordene Restrukturierungsphase begleiten und unterstützen, heißt es in der Mitteilung dazu.
Hauptgrund für die Schräglage des Traditionshauses ist ein operatives Dilemma: Eine Anhäufung gravierender Rückschläge bei der IT-Systemumstellung des ERPs führte in den letzten Monaten zu schwerwiegenden Problemen bei der Auslieferung und Rechnungsstellung. Vor dem Hintergrund eines im Übrigen wirtschaftlich schwierigen Umfelds mit entsprechenden Umsatzeinbußen, sowie einer bereits angestoßenen, in die Zukunft gerichteten Umstrukturierung des Unternehmens sieht die Führung in dem Schritt die besten Chancen für die wbg.
„Mit unseren jetzt eingeleiteten Maßnahmen zielen wir ausdrücklich darauf, die bestmögliche und vor allem eine tragfähige Lösung für die erfolgreiche Zukunft der wbg zu finden.”, so Joseph-M. Seidel, geschäftsführender Vorstand der wbg.
„Gemeinsam mit der Geschäftsführung werden wir mit allen wesentlichen Vertragspartnern sprechen und unter deren Einbindung die Fortführung und Sanierung der wbg, gerade in den kommenden umsatzstarken nächsten Monaten, unterstützen“, so Kappel-Gnirs.
Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in dieser Stabilisierungsphase über das Insolvenzgeld gesichert.
Eine Antwort
Ich wüsste gern, auf welches ERP sie umstellen. Man denkt ja sofort an SAP oder Navision.