Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:
„Auf Kollisionskurs“: Weder Spökenkiekerei noch Science-Fiction: Ross Mitchell zeigt, dass sich die Kontinente der Erde in ferner Zukunft wiedervereinigen werden. „Warum das so ist und wie der nächste Superkontinent in etwa aussehen könnte, darüber hat Ross Mitchell, Professor am Institut für Geologie und Geophysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking, ein Buch geschrieben. Es ist insofern etwas Besonderes, als Geologie nicht sehr häufig Gegenstand populärwissenschaftlicher Bemühungen ist und diese dann auch selten so gut gelingen wie Mitchells The Next Supercontinent.“
- Ross Mitchell, The Next Supercontinent. Solving the Puzzle of a Future Pangea (The University of Chicago Press)
„Abenteuer Restitution“: Menachem Kaiser begibt sich in dem autobiographischen Band Kajzer auf eine erzählerisch starke Reise zu den alten Besitztümern seiner Familie. „Trotzdem ist Kajzer kein reines Sachbuch: In der erwähnten Dualität aus sachlich-nüchternem und emotional-persönlichem Zugang liegt eine weitere Stärke. Denn Kaiser erzählt sein Memoir nicht nur als Abenteuergeschichte, er lässt auch teilhaben an den Emotionen, die ihn begleiten, und er reflektiert seine Position in dem Restitutionsprozess im Spezifischen ebenso wie in der Geschichte im Allgemeinen. Noch dazu verleiht auch seine Sprache dem Buch eine erzählerische Note; die Übersetzung von Brigitte Hilzensauer konnte seine Metaphorik und den Humor gut ins Deutsche transportieren. Menachem Kaiser hat mit seinem ersten Buch bewiesen, dass die Aufarbeitung des familiären Erbes sich gelohnt hat.“
- Menachem Kaiser, Kajzer. Mein Familienerbe und das Abenteuer der Erinnerung (aus dem Englischen von Brigitte Hilzensauer; Paul Zsolnay Verlag)
„Sichten und sichern“: Roman Paul Widera denkt über den Zerfall von Filmstreifen nach.
- Roman Paul Widera, Zerfallspoetik (Brinkmann & Bose)
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„Warum sie uns unheimlich erscheinen“: Wie der Mensch seine Mitgeschöpfe auf kuriose, wenn nicht haarsträubende Weise beurteilt, erzählt Stephan Wunsch in Verrufene Tiere. „Stephan Wunsch, 1968 geboren, arbeitet als Puppenspieler, Figurenbildner, Regisseur. Er hat auch die Zeichnungen für seine Texte beigesteuert, expressive Porträts der insgesamt zehn von ihm behandelten Tierarten. Und er hat sich gründlich in der Literatur umgesehen, am Ende des Bandes gibt es ein imposantes Verzeichnis.“
- Stephan Wunsch, Verrufene Tiere. Ein Bestiarium menschlicher Ängste (Matthes & Seitz)